RWE blickt nach erfolgreicher Neuorganisation optimistisch in die Zukunft

Essen, 14. März 2017, RWE AG

  • Operatives Ergebnis 2016 am oberen Rand der Prognose; Nettoverschuldung reduziert, Ergebnisverbesserung für das laufende Geschäftsjahr erwartet
  • Nettoergebnis von -5,7 Mrd. € durch Sonderbelastungen geprägt; Eigenkapitalquote auf Vorjahresniveau
  • Für Geschäftsjahr 2017 Dividende von 50 Cent angestrebt; Betrag soll Untergrenze für Folgejahre sein
  • Strategische Weiterentwicklung entlang des Kerngeschäfts Versorgungssicherheit

Dr. Rolf Martin Schmitz, CEO der RWE AG: „RWE ist wieder auf einem guten Weg. Wir haben im vergangenen Jahr große strukturelle Fortschritte erzielt und so Planungssicherheit und Spielraum für unternehmerisches Handeln zurückgewonnen. Sicherheit und Verlässlichkeit in der Energieversorgung werden immer wichtiger für ein Gelingen der Energiewende. Daran passen wir unsere Strategie an: vom Stromproduzenten zunehmend zum Anbieter gesicherter Leistung. Dabei werden wir unser heutiges Geschäft schlagkräftig halten, RWE entlang des Kerngeschäfts weiterentwickeln und Lösungen für die Sicherheit im Energiesystem von morgen anpacken."

RWE geht mit einem positiven Ausblick ins Geschäftsjahr 2017. Das Unternehmen prognostiziert für das bereinigte EBITDA eine Bandbreite von 5,4 bis 5,7 Mrd. €; 2016 lag der Wert bei 5,4 Mrd. €. Für das bereinigte Nettoergebnis werden 1,0 bis 1,3 Mrd. € erwartet, nach 0,8 Mrd. € im vergangenen Jahr. Das Ergebnis in der konventionellen Stromerzeugung wird aufgrund weiterhin rückläufiger Margen deutlich unter Vorjahr liegen. Die Ergebnisse der RWE Supply & Trading GmbH und der innogy SE sollen sich gegenüber 2016 jedoch deutlich bzw. leicht verbessern.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt geht es darum, auf dieser soliden Grundlage RWE weiter zu entwickeln. Unser Geschäftsmodell dreht sich rund um das Thema Versorgungssicherheit“, betonte Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.

Hierfür hat RWE drei wichtige Ziele definiert:

RWE wird ihren Kraftwerkspark weiter auf Effizienz und Flexibilität trimmen. Der Braunkohlenfahrplan zur CO2-Reduktion wird konsequent umgesetzt.

Entlang des Kerngeschäfts will RWE Potenziale nutzen. Dazu wird das Portfolio an flexiblen Assets weiterentwickelt. Zudem wird sich das Unternehmen strategisch, operativ und organisatorisch so aufstellen, dass RWE wichtige Marktentwicklungen antizipieren und aufgreifen kann. Auch im Energiehandelsgeschäft soll RWE organisch wachsen. Die Trading-Mannschaft von RWE war und ist Schrittmacher des liquiden, funktionierenden Energiemarkts, nicht nur in Europa. Mit dieser Erfahrung und Kompetenz will das Unternehmen künftig in Asien am starken Wachstum der Energiemärkte partizipieren.

Schließlich wird RWE Treiber neuer Lösungen für Versorgungssicherheit sein. Deshalb will das Unternehmen an der Entwicklung von Speichern teilhaben und Innovationen in diesem Bereich voranbringen.

Geschäftszahlen 2016: RWE steht wieder auf einer soliden finanziellen Basis
Durch den erfolgreichen Börsengang von innogy steht RWE wieder auf einer soliden finanziellen Basis. So konnte die Eigenkapitalquote nahezu stabil gehalten werden – trotz massiver Wertberichtigungen und den Belastungen aus der Neuregelung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung in Deutschland. Auch nach vollständiger Zahlung des Beitrags zum Kernenergiefonds von 6,8 Mrd. € zum 1. Juli dieses Jahres wird das Unternehmen überausreichend Liquidität verfügen. Die konsolidierte Nettoverschuldung ging 2016 um 2,8 Mrd. € auf 22,7 Mrd. € zurück. Die Verschuldung von RWE ohne ihre Finanzbeteiligung innogy reduzierte sich auf 6,9 Mrd. €. Dem stehen als Vermögenswerte u. a. innogy-Aktien mit einem aktuellen Marktwert von über 14 Mrd. € entgegen. Das Rating von RWE bei allen Agenturen ist unverändert „Investment Grade“.

Operativ verlief das Geschäft im vergangenen Jahr zum Teil besser als erwartet. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug 5,4 Mrd. €, das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 3,1 Mrd. € und das bereinigte Nettoergebnis 0,8 Mrd. €. Die Werte liegen trotz der erwartet schlechteren Ertragslage gegenüber 2015 deutlich im oberen Bereich der Bandbreiten, die das Unternehmen im März 2016 als Ziele prognostiziert hatte. Die Bereiche zeigten eine unterschiedliche Entwicklung: In der konventionellen Stromerzeugung führte die schnelle Umsetzung der effizienzverbessernden Maßnahmen zu einem besser als erwarteten operativen Ergebnis. Im Handelsgeschäft war das Ergebnis negativ.

In diesen Werten sind die Zahlen der vollkonsolidierten RWE Tochter innogy SE enthalten.

Der Nettoverlust von 5,7 Mrd. € resultiert – neben negativen Effekten aus der Marktbewertung von Derivaten in Höhe von 0,8 Mrd. € – vor allem aus außerordentlichen Abschreibungen auf den Kraftwerkspark von 4,3 Mrd. € und die Belastung aus der Dotierung des Kernenergiefonds, bei dem zusätzlich der 35-prozentige Risikoaufschlag mit 1,8 Mrd. € zu Buche schlägt. Die vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2016 hatte RWE am 22. Februar 2017 veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der RWE AG werden der Hauptversammlung am 27. April eine Aussetzung der Dividende für das Geschäftsjahr 2016 für die Inhaber von Stammaktien vorschlagen. Die Inhaber von Vorzugsaktien sollen den satzungsgemäßen Vorzugsgewinnanteil von 13 Cent je Aktie erhalten. „Durch unsere erfolgreiche Neuaufstellung und massive Kosteneinsparungen haben wir die Weichen dafür gestellt, im nächsten und in den folgenden Jahren wieder verlässlich eine Dividende zahlen zu können“, erklärte Finanzvorstand Markus Krebber. Der RWE Vorstand strebt für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende auf Stamm- und Vorzugsaktien in Höhe von 50 Cent an. Das Niveau der Dividende soll auch in den Folgejahren mindestens gehalten werden. Dabei orientiert sich RWE am operativen Mittelzufluss, der RWE nachhaltig zur freien Verfügung steht.


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