RWE mit gutem Jahresauftakt: bereinigtes Nettoergebnis je Aktie legt um 25 Prozent gegenüber Vorjahr zu

Essen, 13.05.2026

  • Bereinigtes EBITDA der ersten drei Monate 2026 legt um 25 % auf 1,6 Mrd. € zu, bereinigtes Nettoergebnis je Aktie wächst ebenfalls um 25 % auf 0,85 €
  • Kapazitätszuwachs von 2,3 Gigawatt seit März 2025; weitere Anlagen mit 10,4 Gigawatt Kapazität im Bau 
  • Ausblick für 2026 und Dividendenziel von 1,32 € je Aktie bestätigt

RWE hat im ersten Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1,6 Mrd. € (Vorjahresquartal 2025: 1,3 Mrd. €) und ein bereinigtes Nettoergebnis von 0,6 Mrd. € (Vorjahresquartal 2025: 0,5 Mrd. €) erzielt. Das bereinigte Nettoergebnis je Aktie lag mit 0,85 € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von 0,68 €. Ein wesentlicher Grund waren die gegenüber dem Vorjahr verbesserten Windverhältnisse in Europa. Zur Ergebnissteigerung trug auch bei, dass RWE seit Ende März 2025 neue Windkraftanlagen, Solarparks und Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 2,3 Gigawatt in Betrieb genommen hat. Ein positiver Einmaleffekt ergab sich zudem aus einer Entschädigungszahlung des niederländischen Staates. Gegenläufig wirkte eine schwache Performance im Energiehandel.

Den Ausbau ihres Erzeugungsportfolios hat RWE auch im ersten Quartal 2026 weiter vorangetrieben und bereits 2,3 Mrd. € netto investiert. Für das Gesamtjahr plant RWE 
Netto-Investitionen in Höhe von 6 bis 8 Mrd. € zu tätigen. Aktuell befinden sich neue Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 10,4 Gigawatt im Bau.

Michael Müller, Finanzvorstand der RWE AG: „Nach einem guten Start ins Jahr bekräftigen wir unsere Ergebnisprognose. Aufgrund der guten finanziellen Performance und des positiven Einmaleffektes konnten wir bereits ein Drittel unseres prognostizierten Ergebnisses je Aktie erreichen. Unser Portfolioausbau macht große Fortschritte, allen voran unsere großen Offshore-Wind-Projekte: Die ersten Turbinen von Sofia in Großbritannien und von Thor in Dänemark erzeugen bereits Strom. Insgesamt wollen wir in diesem Jahr mehr als 4 Gigawatt neue Kapazität ans Netz bringen.“

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026 nach Segmenten

Offshore Wind: Das bereinigte EBITDA im Segment Offshore Wind erreichte 570 Mio. € nach 380 Mio. € im ersten Quartal 2025. Ausschlaggebend hierfür waren höhere Produktionsmengen aufgrund der normalisierten Windbedingungen nach einem windschwachen Vorjahresquartal.

Onshore Wind/Solar: Das Segment Onshore Wind/Solar erzielte im ersten Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von 507 Mio. € nach 496 Mio. € im Vorjahr. Die Ergebnisverbesserung resultiert aus dem fortgesetzten Ausbau der Erzeugungskapazitäten sowie insgesamt günstigeren Windbedingungen in Europa. Dem standen negative Effekte aus der Währungsumrechnung von US-Dollar in Euro gegenüber. Zudem setzte RWE den Strom zu niedrigeren Preisen ab als 2025.

Flexible Erzeugung: Das bereinigte EBITDA des Segments Flexible Erzeugung hat sich im ersten Quartal 2026 auf 657 Mio. € verbessert, nach 379 Mio. € im Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür war ein positiver Ergebniseffekt aus einer Entschädigungszahlung in Höhe von 332 Mio. €. Aufgrund einer gesetzlichen Einschränkung der Kohleverstromung in der ersten Hälfte des Jahres 2022 konnte das RWE-Kraftwerk Eemshaven nur eingeschränkt Strom produzieren. Dafür hat der niederländische Staat RWE nun entschädigt. Gegenläufig wirkte, dass die britischen Gaskraftwerke von RWE infolge hoher Windstromeinspeisungen weniger Strom produzierten.

Energiehandel: Das bereinigte EBITDA des Segments lag mit -84 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 15 Mio. €, maßgeblich aufgrund einer schwachen Performance im Eigenhandel. Für das Gesamtjahr 2026 geht RWE unverändert davon aus, ein Ergebnis im Korridor von 100 bis 500 Mio. € zu erzielen.

Robuste Finanzlage trotz hoher Investitionen: Zum Stichtag 31. März 2026 wies RWE eine Nettoverschuldung von 15,6 Mrd. € aus. Der Anstieg seit Jahresende 2025 ist vor allem auf hohe Investitionen und saisonale Effekte beim bereinigten operativen Cash Flow zurückzuführen. RWE geht davon aus, dass der Leverage Factor – das Verhältnis der Nettoschulden zum bereinigten EBITDA – aufgrund der fortgesetzt hohen Investitionstätigkeit gegenüber 2025 zwar deutlich ansteigen wird, jedoch ein Wert am unteren Ende der selbst gesetzten Obergrenze von 3,0 bis 3,5 eingehalten wird.

Ausblick 2026: RWE erwartet, im laufenden Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite von 5,2 bis 5,8 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,55 bis 2,05 Mrd. € zu erzielen. Für das bereinigte Nettoergebnis je Aktie wird ein Wert zwischen 2,20 und 2,90 € erwartet. Die Dividende für 2026 soll auf 1,32 € je Aktie angehoben werden.

Details zur Ergebnisprognose für die einzelnen Segmente finden sich im Geschäftsbericht 2025.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

Eine farbige Tabelle mit Finanzkennzahlen auf einer Seite, sichtbar die Spaltenüberschriften „Ausblick 2026“ und „Januar–März 2026“, in Blau und Türkis gehalten.

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