- Vorläufiges Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 übertrifft Markterwartungen
- Zusätzliche positive Ergebniseffekte aus der Aufstockung des Anteils am Übertragungsnetzbetreiber Amprion, einer Kompensationszahlung im Segment Flexible Erzeugung und höhere Erträge in der internationalen Stromerzeugung führen zur Anhebung des Ergebnisausblicks für die Geschäftsjahre 2026 und 2027
- Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie soll für 2026 auf 2,95 € steigen und für 2027 auf 3,15 €; Erhöhung des Ergebnisziels von 4,55 € je Aktie für 2031 aus Juni bekräftigt
- Dividendenziel von 1,32 € je Aktie für 2026 bestätigt; Dividende soll bis 2031 um jährlich 10 % steige
RWE hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2026 eine starke operative Entwicklung gezeigt und wird das erste Halbjahr auf Basis vorläufiger Zahlen voraussichtlich mit einem bereinigten EBITDA in Höhe von 3,0 Mrd. €, einem bereinigten Nettoergebnis von 1,3 Mrd. € und einem bereinigten Nettoergebnis je Aktie von 1,77 € abschließen. Wesentliche Gründe hierfür sind die starke operative Entwicklung in allen Segmenten im Vergleich zum Vorjahr sowie positive Einmaleffekte.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet RWE zusätzliche positive Ergebnisbeiträge aus der Aufstockung des Anteils am Übertragungsnetzbetreiber Amprion auf durchgerechnet 55 % . Vor diesem Hintergrund hebt der Konzern seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 und das Geschäftsjahr 2027 an.
Michael Müller, Finanzvorstand der RWE AG: „Unser vorläufiges Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 hat die Erwartungen des Marktes übertroffen. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir weitere positive Ergebnisbeiträge – insbesondere aus der Aufstockung unseres Anteils am Übertragungsnetzbetreiber Amprion und höherer Erträge in der internationalen Stromerzeugung. Diese Faktoren sind wesentliche Treiber dafür, dass wir unsere Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 und zugleich auch für das Geschäftsjahr 2027 anheben. Damit sehen wir uns auf einem guten Weg, unsere strategischen und finanziellen Ziele zu erreichen. Unser Dividendenziel von 1,32 € je Aktie für 2026 bestätigen wir. Zugleich bekräftigen wir unser Ziel, die Dividende bis 2031 jährlich um 10 % zu steigern.“
Das bereinigte EBITDA von RWE für das laufende Geschäftsjahr wird nun voraussichtlich zwischen 5,75 und 6,35 Mrd. € liegen. Das bereinigte Nettoergebnis wird voraussichtlich 1,95 bis 2,45 Mrd. € erreichen und das bereinigte Nettoergebnis je Aktie soll auf einen Wert zwischen 2,60 und 3,30 € steigen.
Für 2027 wird eine Steigerung des bereinigten EBITDA auf nunmehr 6,7 bis 7,3 Mrd. € erwartet und des bereinigten Nettoergebnisses auf 2,2 bis 2,7 Mrd. €. Für das bereinigte Nettoergebnis je Aktie wird ein Wert zwischen 2,80 und 3,50 € prognostiziert. Im Zuge der Aufstockung des Anteils an Amprion werden ab dem Geschäftsjahr 2027 die Ergebnisbeiträge aus der Beteiligung an dem Übertragungsnetzbetreiber im neuen Segment „Regulierte Netzinfrastruktur“ berichtet. Bislang wurden diese unter Sonstige, Konsolidierung erfasst.
Im Rahmen der Ankündigung der Aufstockung des Anteils an Amprion im Juni 2026 wurde bereits kommuniziert, dass RWE erwartet, das bereinigte Nettoergebnis je Aktie im Jahr 2031 auf 4,55 € je Aktie zu steigern. Dies entspricht einer Erhöhung des zuvor kommunizierten Prognosewertes von 4,40 € um 0,15 € je Aktie.
Vorläufige Segmentergebnisse erstes Halbjahr 2026 und Segmentprognose 2026
Offshore Wind: Das bereinigte EBITDA im Segment Offshore Wind im ersten Halbjahr 2026 wird voraussichtlich 810 Mio. € betragen nach 643 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend hierfür waren höhere Produktionsmengen aufgrund der normalisierten Windbedingungen nach einem windschwachen Vorjahreshalbjahr. RWE hebt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 um 100 Mio. € an, auf 1.650 bis 2.150 Mio. €.
Onshore Wind/Solar: Das Segment Onshore Wind/Solar erzielte in den ersten sechs Monaten 2026 voraussichtlich ein bereinigtes EBITDA von 1.016 Mio. € gegenüber 830 Mio. € im ersten Halbjahr 2025. Die Ergebnisverbesserung resultiert insbesondere aus dem fortgesetzten Ausbau der Erzeugungskapazitäten sowie insgesamt günstigeren Windbedingungen in Europa. Dem standen vor allem negative Effekte aus der Währungsumrechnung von US-Dollar in Euro gegenüber. Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wird bestätigt.
Flexible Erzeugung: Das Segment Flexible Erzeugung wird das erste Halbjahr 2026 voraussichtlich mit einem bereinigten EBITDA von 1.025 Mio. € abschließen – nach 606 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend hierfür war ein positiver Ergebniseffekt aus einer Entschädigungszahlung in Höhe von 332 Mio. €. Aufgrund einer gesetzlichen Einschränkung der Kohleverstromung in der ersten Hälfte des Jahres 2022 konnte das RWE-Kraftwerk Eemshaven nur eingeschränkt Strom produzieren. Dafür hat der niederländische Staat RWE nun entschädigt. In der im März 2026 veröffentlichten Prognose für das Gesamtjahr war der Einmalertrag noch nicht enthalten, da zu diesem Zeitpunkt offen war, wann die EU-Kommission über die beihilferechtliche Freigabe entscheiden würde. Daher hebt RWE den Ausblick für das Segment an. Der neue Prognosekorridor liegt bei 1.500 bis 1.900 Mio. €.
Energiehandel: Nach einem schwachen Jahresauftakt hat sich die Performance im Eigenhandel von RWE Supply & Trading im zweiten Quartal wieder verbessert. Das bereinigte EBITDA des Segments lag im ersten Halbjahr 2026 daher voraussichtlich bei 134 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 16 Mio. €, der ebenfalls von einer schwachen Handelsperformance geprägt war. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet RWE unverändert ein bereinigtes EBITDA von 100 bis 500 Mio. €.
Sonstige, Konsolidierung: Die im Segment „Sonstige, Konsolidierung“ ausgewiesene Beteiligung an Amprion wird infolge der Aufstockung des Anteils einen höheren Ergebnisbeitrag leisten. RWE hebt die Prognose für das Segment für das Geschäftsjahr 2026 daher um 150 Mio. € an.
Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 und der Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2026 werden wie angekündigt am 13. August 2026 veröffentlicht.