Zugesagt und umgesetzt: Die Zukunft des Hambacher Forsts und der angrenzenden Waldgebiete südlich des Tagebaus Hambach, Steinheide und Merzenicher Erbwald, ist geklärt. Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen haben sich gemeinsam mit den Anrainerkommunen, der RWE Power AG sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz und Landwirtschaft auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt. Am 9. Juni wurde die Eckpunkte-Vereinbarung im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Düsseldorf unterzeichnet.
Die Wälder sollen unter Schutz gestellt und die Flächen künftig in öffentliches Eigentum überführt werden. Der Hambacher Forst soll ab 2035 als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen werden, benachbarte Waldflächen werden durch breite, neue Waldkorridore miteinander vernetzt. Auch die Erlebbarkeit ist sichergestellt: Die von der Umfeldinitiative Neuland Hambach geplante Rad- und Fußwegeverbindung „Hambach LOOP“ wird räumlich integriert. Bis Ende 2026 werden die vereinbarten Eckpunkte konkretisiert und in einem verbindlichen, öffentlich-rechtlichen Vertrag festgeschrieben.
Dazu sagt Frank Weigand, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG: “RWE ist und bleibt ein verlässlicher Partner der Region. Mit den heute vereinbarten Eckpunkten bekräftigen wir unsere Zusage: Wir sind bereit, den Hambacher Forst in die öffentliche Hand zu übertragen. Zugleich richten wir unseren Blick auf die abschließende Rekultivierung des Tagebaus mit dem künftigen Hambacher See und attraktiven Landschaften für die Region.”
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte: „Strukturwandel und demokratische Prozesse gelingen nur durch ständigen Austausch und Verhandlung.“ Umweltminister Oliver Krischer fügte hinzu, dass der Wald nun dauerhaft zu einem Ort des Schutzes, der Vielfalt und der Verantwortung für kommende Generationen wird.
„Für die Region ist die heutige Unterzeichnung ein Meilenstein in eine gute Zukunft. Sie gibt uns Sicherheit. Mit dieser breiten Unterstützung wird es jetzt darum gehen, gemeinsam den Hambacher Wald für die Menschen der Region wieder als Erholungsraum erleb- und nutzbar zu machen“, fasste Georg Gelhausen, Bürgermeister der Gemeinde Merzenich für die beteiligten Kommunen das Ergebnis zusammen.
