RWE verstärkt Sicherheitsmaßnahmen nach Störungen im Rheinischen Revier

Vorfälle an Hochspannungsinfrastruktur

Ein Vorfall im Umfeld eines Umspannwerks des Übertragungsnetzbetreibers Amprion hat Anfang September zu vorübergehenden Beeinträchtigungen des Kraftwerksbetriebs im Rheinischen Revier geführt. Am Abend des 1. September 2026 gingen insgesamt fünf Braunkohlen-Kraftwerksblöcke von RWE mit einer installierten Leistung von rund 4.200 Megawatt (MW) vom Netz, die zu diesem Zeitpunkt etwa 3.000 MW einspeisten. Betroffen waren die Blöcke Neurath G und F sowie Niederaußem H, G und K.  

In enger Abstimmung mit Amprion und den zuständigen Behörden leitete RWE Power umgehend die schrittweise Wiederinbetriebnahme ein: Die Blöcke Neurath G und Niederaußem H (rund 1.600 MW) speisten bereits am Vormittag des 2. September wieder Strom ein, Neurath F (1.000 MW) folgte im weiteren Tagesverlauf. Die Netzzuschaltung der Blöcke Niederaußem G und K erfolgte planmäßig am darauffolgenden Wochenende. 

Darüber hinaus informierte die Polizei RWE am Abend des 3. September über den Fund von Abschusseinrichtungen im Bereich des Umspannwerks nahe Dormagen, nordöstlich des Kraftwerks Neurath. Die dort verlaufenden Hochspannungs-Freileitungen befinden sich im Eigentum der RWE Power, es kam jedoch nicht zu Personenschäden oder keine Auswirkungen auf den laufenden Kraftwerksbetrieb. 

Vor diesem Hintergrund intensivierte RWE Power die Sicherheitsmaßnahmen in enger Abstimmung mit den Partnern und den Sicherheitsbehörden, etwa im Rahmen etablierter Prozesse zur Überwachung von Leitungen und Anlagen. Aus Sicherheitsgründen macht RWE keine Angaben zu konkreten Schutzkonzepten. 

Am 8. September meldete die Polizei schließlich einen Fahndungserfolg: Im Zusammenhang mit Vorfällen an Hochspannungsleitungen in mehreren Bundesländern wurde im Bereich Weisweiler ein Tatverdächtiger festgenommen. Die behördlichen Ermittlungen dauern an. 

Ungeachtet des Fahndungserfolgs bleiben die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen bei RWE Power bis auf Weiteres bestehen, um die Zuverlässigkeit der Anlagen sowie den Schutz der Mitarbeitenden dauerhaft zu gewährleisten.