RWE AG

RWE liefert starkes Halbjahresergebnis

  • Bereinigtes EBITDA steigt im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 40 % auf 3,0 Mrd. €; bereinigtes Nettoergebnis je Aktie legt um über 60 % auf 1,77 € zu
  • Seit Jahresbeginn neue Anlagen mit 752 Megawatt Erzeugungskapazität in Betrieb genommen; weitere 10,3 Gigawatt im Bau
  • Attraktive langfristige Ergebnisprognose: bereinigtes Nettoergebnis je Aktie steigt bis 2031 jährlich um durchschnittlich 10 % – auf 4,55 € je Aktie im Jahr 2031
  • Dividendenziel von 1,32 € je Aktie für 2026 bestätigt; Dividende soll bis 2031 jährlich um 10 % steigen

Essen, 13. August 2026

RWE hat im ersten Halbjahr 2026 ein bereinigtes EBITDA von 3,0 Mrd. € erzielt und damit den Vorjahreswert von 2,1 Mrd. € deutlich übertroffen. Das bereinigte Nettoergebnis stieg auf 1,3 Mrd. € nach 0,8 Mrd. €. Das bereinigte Nettoergebnis je Aktie lag bei 1,77 € nach 1,08 € im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend für den Anstieg des Ergebnisses war die starke operative Entwicklung aller Segmente. Treiber waren insbesondere verbesserte Windverhältnisse in Europa sowie die Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen, Solarparks und Batteriespeicher. Seit Ende Juni 2025 hat RWE ihre Erzeugungskapazität um insgesamt 2,6 Gigawatt (GW) erhöht. Zusätzlich wirkte sich die Entschädigungszahlung des niederländischen Staates für die vorübergehende gesetzliche Begrenzung der Kohleverstromung positiv auf das Ergebnis aus.

Das starke Halbjahresergebnis unterstreicht die sehr gute Geschäftsperspektive von RWE. Bereits Ende Juli hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass es seine Ergebnisprognose für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 deutlich erhöht und das Ziel für 2031 bekräftigt.

Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: „RWE hat im ersten Halbjahr operativ hervorragend abgeschnitten und ihre Ertragskraft deutlich gesteigert. Unsere angehobenen Ergebnisziele unterstreichen die Stärke unseres Geschäfts sowie unsere hervorragenden Wachstumsperspektiven. Durch die Aufstockung unseres Anteils an Amprion auf eine Mehrheitsbeteiligung erweitern wir unsere Präsenz in einem weiteren attraktiven Wachstumsfeld. Dank unseres breiten Portfolios aus Erneuerbaren Energien, flexibler Erzeugung, Speichern, Energiehandel und Netzinfrastruktur können wir von der weltweit steigenden Stromnachfrage und dem erforderlichen Ausbau des Energiesystems profitieren. Mit Investitionen von insgesamt 42 Milliarden Euro netto bis 2031 werden wir diese Chancen konsequent und wertsteigernd nutzen.“

RWE setzt ihre Investitionsstrategie konsequent um: Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen 752 Megawatt an neuer Erzeugungskapazität in Betrieb genommen und sein Portfolio an Erneuerbaren Energien, flexibler Erzeugung und Batteriespeichern auf nunmehr knapp 41 GW ausgebaut. Weitere Anlagen mit einer Kapazität von 10,3 GW befinden sich derzeit im Bau. In den ersten sechs Monaten 2026 investierte RWE 6,3 Mrd. € netto. Für das Gesamtjahr plant das Unternehmen unter Berücksichtigung der Amprion-Transaktion nun Nettoinvestitionen von insgesamt 9 bis 11 Mrd. € (bisher 6 bis 8 Mrd. €).

Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 nach Segmenten

Offshore Wind: Das bereinigte EBITDA im Segment Offshore Wind im ersten Halbjahr 2026 betrug 810 Mio. € nach 643 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere höhere Produktionsmengen aufgrund der normalisierten Windbedingungen nach einem windschwachen Vorjahreshalbjahr.

Onshore Wind/Solar: Das Segment Onshore Wind/Solar erzielte in den ersten sechs Monaten 2026 ein bereinigtes EBITDA von 1.016 Mio. € gegenüber 830 Mio. € im ersten Halbjahr 2025. Die Ergebnisverbesserung resultiert insbesondere aus dem fortgesetzten Ausbau der Erzeugungskapazitäten sowie insgesamt günstigeren Windbedingungen in Europa. Dem standen vor allem negative Effekte aus der Währungsumrechnung von US-Dollar in Euro gegenüber.

Flexible Erzeugung: Das Segment Flexible Erzeugung schloss das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA von 1.025 Mio. € ab – nach 606 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend hierfür war ein positiver Ergebniseffekt aus einer Entschädigungszahlung in Höhe von 332 Mio. €. Aufgrund einer gesetzlichen Einschränkung der Kohleverstromung in der ersten Hälfte des Jahres 2022 konnte das RWE-Kraftwerk Eemshaven nur eingeschränkt Strom produzieren. Dafür hat der niederländische Staat RWE nun entschädigt. Außerdem erhöhten sich die Einnahmen, die RWE im Rahmen des britischen Kapazitätsmarktes erzielte.

Energiehandel: Nach einem schwachen Jahresauftakt hat sich die Performance im Eigenhandel von RWE Supply & Trading im zweiten Quartal wieder verbessert. Das bereinigte EBITDA des Segments lag im ersten Halbjahr 2026 daher bei 134 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 16 Mio. €, der von einer schwachen Handelsperformance geprägt war.

Solide Finanzlage trotz hoher Investitionen: Zum Stichtag 30. Juni 2026 wies RWE eine Nettoverschuldung von 15,0 Mrd. € aus. Der Anstieg seit Jahresende 2025 ist vor allem auf hohe Investitionen und saisonale Effekte beim bereinigten operativen Cash Flow zurückzuführen. RWE geht davon aus, dass der Leverage Factor, d. h. das Verhältnis der Nettoschulden zum bereinigten EBITDA, wegen der steigenden Nettoinvestitionen des Unternehmens gegenüber 2025 ansteigen wird. Die Zielmarke für diese Kennzahl, ein Wert im unteren Bereich des Korridors von 3,0 bis 3,5, wird aber voraussichtlich unterschritten.

Ausblick Geschäftsjahr 2026 und Ergebnisse erstes Halbjahr 2026

Tabelle mit Finanzzahlen in blauen Spaltenköpfen, sichtbar sind die Spalten „Ausblick 2026 Juli 2026“ und „Januar–Juni 2026“ sowie die Zeile „Bereinigtes EBITDA“.

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Weitere Informationen zum Geschäftsverlauf von RWE im ersten Halbjahr 2026 und zur Prognose für das Geschäftsjahr 2026 finden sich im Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2026. Der am 13. August 2026 veröffentlichte Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2026 und die am 24. Juli 2026 vorab veröffentlichten Stromerzeugungskapazitäten und Stromproduktionsmengen für das erste Halbjahr 2026 stehen auf der Website von RWE zur Verfügung. Informationen zur Anhebung der Ergebnisprognose für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 finden sich in der am 28. Juli 2026 veröffentlichten Pressemitteilung.

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