RWE Power AG

Rheinwassertransportleitung: RWE legt Grundstein für das Pumpbauwerk in Dormagen-Rheinfeld

Unter einem pastellfarbenen Abendhimmel zeigt ein Querschnitt einen unterirdischen, verglasten Technikraum mit Maschinen, Rohren und beleuchteten Bedienständen, darüber ein Grasfeld und mehrere Backsteingebäude.
  • Bauwerk übernimmt ab 2030 die zentrale Steuerung der Wasserentnahme
  • Feierlicher Baustart mit Landrätin Katharina Reinhold und Bürgermeister Erik Lierenfeld

Dormagen-Rheinfeld, 16. Juli 2026

RWE hat heute den symbolischen Grundstein für das Pumpbauwerk der Rheinwassertransportleitung gelegt. Gemeinsam mit Katharina Reinhold, Landrätin des Rhein Kreises Neuss, und Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld gaben Thomas Körber (Mitglied des Vorstands der RWE Power AG), Dr. Markus Kosma (Leiter Entwicklung Braunkohle, RWE Power AG) und Karsten Waschke (Gesamtprojektleiter Rheinwassertransportleitung, RWE Power AG) den offiziellen Startschuss. In den Grundstein wurde eine Zeitkapsel mit Urkunde, Tageszeitung und Münzen versenkt.

Das Pumpbauwerk im Deichhinterland von Dormagen-Rheinfeld ist ein zentrales Bauwerk der Rheinwassertransportleitung. Ab dem Jahr 2030 wird von hier aus die Rheinwasserentnahme gesteuert und das Wasser in den künftigen Hambacher See sowie in Richtung Tagebau Garzweiler, einschließlich der Feuchtgebiete im Nordraum, gepumpt.

Thomas Körber, Mitglied des Vorstands der RWE Power: „Heute legen wir den Grundstein für das Pumpbauwerk in Dormagen, dies ist der Taktgeber eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für das Rheinische Revier. Damit schaffen wir die Voraussetzung dafür, ab 2030 Rheinwasser sicher und kontrolliert in unsere Tagebauseen von morgen zu leiten. Mein Dank gilt der Stadt Dormagen und der Nachbarschaft in Rheinfeld für den offenen Austausch und die konstruktive Begleitung in der Planungsphase.“ 

Erik Lierenfeld, Bürgermeister der Stadt Dormagen: „Die Rheinwassertransportleitung ist ein Generationenprojekt, das die Weichen für die Zeit nach der Braunkohle im Rheinischen Revier stellt. Uns war wichtig, dass das Pumpbauwerk im Einklang mit dem Hochwasserschutz und den Interessen der Menschen vor Ort entsteht.“

Katharina Reinhold, Landrätin des Rhein Kreises Neuss: „Das Projekt wirkt weit über Dormagen hinaus. Als Kreisverwaltung haben wir das Vorhaben intensiv begleitet – mit dem klaren Ziel, den Strukturwandel verantwortungsvoll zu gestalten und die Chancen einer neuen Seenlandschaft, die bis in den Rhein-Kreis Neuss reicht, zu nutzen.“

Das Pumpbauwerk

Das Pumpbauwerk setzt sich aus einem unterirdischen Tiefbauteil für die Pumpen, einem Hauptgebäude, einer eingehausten Trafoaufstellfläche und einem Nebengebäude zusammen. Umfangreiche Schallschutzmaßnahmen stellen sicher, dass im Ort Rheinfeld keine Geräusche wahrnehmbar sind. Der Großteil des Bauwerks liegt unterhalb der Geländeoberfläche. Die sichtbaren Gebäudeteile werden durch umfangreiche Pflanzungen mit heimischen Bäumen und Sträuchern in das Landschaftsbild eingebunden.

Das Wasser fließt im Freigefälle vom Entnahmebauwerk am Rheinufer zum Pumpbauwerk. Abhängig vom Rheinwasserstand fördern bis zu 18 Pumpen das Wasser in drei Rohrleitungen zum Verteilbauwerk in Grevenbroich-Allrath. Über die Förderleistung der Pumpen werden die Entnahmemenge und der Zufluss präzise gesteuert. Ein abgestimmtes Entnahmekonzept richtet sich nach dem aktuellen Wasserstand des Rheins, sodass die Schifffahrt nicht beeinträchtigt und maximal ein Prozent des jeweiligen Rheinwasserabflusses übergeleitet wird.

Bauablauf und nächste Schritte 

In den vergangenen Wochen wurden die Baustelle eingerichtet, neue Baustellenzufahrten geschaffen und das Freizeitwegekonzept am Rheindeich angepasst, sodass jetzt Fußgänger  und Fahrradverkehr vom Baustellenverkehr getrennt sind. Aktuell beginnen die Arbeiten für die Baugrube des Pumpbauwerks. Bis Herbst 2026 errichtet RWE zudem einen neuen Fahrrad- und Fußweg auf der Deichkrone bis zur Piwipper Straße. Anfang 2027 starten der Bau des Entnahmebauwerks am Rheinufer sowie die Deichunterquerung für den Leitungsbau zwischen Pump  und Entnahmebauwerk. Mitte 2027 beginnt die Errichtung des Rohbaus des Pumpbauwerks. 

Parallel dazu laufen bereits Arbeiten an weiteren Abschnitten der Rheinwassertransportleitung im Rheinischen Revier: In Elsdorf entlang des Speedways „terra:nova” werden Rohre verlegt und in Grevenbroich-Allrath hat der Bau des Verteilbauwerks begonnen. In Kürze starten zudem die Arbeiten für die Trasse zwischen Rommerskirchen-Widdeshoven und Dormagen-Gohr. Die Inbetriebnahme der Rheinwassertransportleitung ist für das Jahr 2030 geplant.

Hintergrund Rheinwassertransportleitung

Die Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau in Anspruch genommenen Flächen gehört zu den Hauptaufgaben von RWE in den kommenden Jahren im Rheinischen Revier. Mit dem Bau der Rheinwassertransportleitung setzt das Unternehmen die Vorgaben der Braunkohlenplanung des Landes Nordrhein Westfalen um. Diese sehen für die abschließende Rekultivierung der Tagebaue Hambach und Garzweiler die Schaffung großer Seen vor. Die Leitung ermöglicht die Befüllung der Seen und dient einem ausgeglichenen, sich selbst tragenden Wasserhaushalt im Rheinischen Revier. Nach aktueller Planung beginnt die Seebefüllung in Hambach im Jahr 2030 und in Garzweiler im Jahr 2036. Der Tagebausee Inden wird ab dem Jahr 2030 aus der Rur gespeist.

Service und Information für Bürgerinnen und Bürger

Für Fragen rund um das Projekt, die Bauabläufe und die künftigen Seen stehen Bürgerbüros zur Verfügung:

  • Schloss Paffendorf: dienstags von 10 bis 12 Uhr
  • Rathausgalerie Dormagen: freitags von 10 bis 12 Uhr

Das Projektteam ist per E-Mail und telefonisch unter 0800 8833830 erreichbar. Aktuelle Informationen zur Rheinwassertransportleitung und den Bauarbeiten sind jederzeit auf www.rwe.com/Rheinwassertransportleitung verfügbar.

Bilder und Videos für Medienzwecke (Bildrechte: RWE) sind verfügbar in der Mediathek. Am frühen Nachmittag finden Sie hier auch ein Bild der Grundsteinlegung.

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