RWE Power AG

Standort Frimmersdorf: Kontrollierte Sprengung des 200-Meter-Schornsteins am 29. August

Ein großes graues Kraftwerksgelände mit hohen Schornsteinen und metallenen Türmen steht inmitten grüner Wälder und goldener Felder unter klarem blauem Himmel.
  • Geplanter Sprengzeitpunkt gegen 11 Uhr
  • RWE setzt Sicherheitskonzept in Abstimmung mit Behörden um
  • L 361 („Energiestraße“) am Vormittag temporär gesperrt

Essen/Grevenbroich, 20. August 2026

Die Rückbauarbeiten auf der Nordfläche des stillgelegten Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf in Grevenbroich kommen planmäßig voran. Nach der Niederlegung des Kühlturms von Block Q im Februar wird am Samstag, 29. August, gegen 11 Uhr der 200 Meter hohe Schornstein der stillgelegten Blöcke  P und Q kontrolliert zu Fall gebracht. Die Rückbauarbeiten auf der Nordfläche des ehemaligen Kraftwerksstandorts sollen Mitte 2028 beendet sein.

Sicherheit und Verkehrsführung

In Abstimmung mit der Stadt Grevenbroich und den zuständigen Behörden wird am Tag der Sprengung ein Sicherheitsradius festgelegt. Anwohnerinnen und Anwohner sind nicht unmittelbar betroffen. Die Energiestraße (L 361) wird am Morgen zwischen der Abzweigung „Zur Wassermühle“ und der südlich gelegenen Einmündung „Am Stüßges End“ vollständig für den Verkehr gesperrt. Die Freigabe der Strecke erfolgt zeitnah nach Abschluss der Sprengarbeiten.  Die Erft ist in diesem Abschnitt währenddessen nicht für Wasserfahrzeuge befahrbar. Darüber hinaus gelten weitere Straßensperrungen im Bereich der Straße „Am Welchenberg“ sowie auf der Verlängerung der „Sauerbruchstraße“.

Aufgrund des zu erwartenden Besucheraufkommens richtet die Stadt Grevenbroich im Ortsteil Neuenhausen entlang der „Hauptstraße“ temporäre Halteverbote ein. Die Behörden raten, Aussichtspunkte am Rand des Sperrbereichs möglichst mit dem Fahrrad oder zu Fuß aufzusuchen. Bitte beachten Sie die örtliche Beschilderung und die Anweisungen der Einsatzkräfte.

Ablauf der Sprengung

Der Schornstein wird mittels einer Faltsprengung kontrolliert zu Boden geführt. Hierfür bringt Michael Schneider, Sprengmeister vom Rückbauunternehmen Liesegang aus Hürth, zwei Sprengladungen an: eine am Fußpunkt und eine weitere in rund 100 Metern Höhe. Der untere Teil des Kamins fällt bei der Sprengung in Richtung Osten (Energiestraße), der obere Teil bewegt sich in Richtung Westen (Erft). Für beide Richtungen werden Fallbetten angelegt.

Transformation des Standorts

Die sprengtechnische Niederlegung ist Teil der Rückbauarbeiten auf der nördlichen Kraftwerksfläche auf Grevenbroicher Stadtgebiet. Dort befinden sich die beiden 300-Megawatt-Blöcke P und Q, die nun demontiert werden. Der Rückbau soll Mitte 2028 abgeschlossen sein.  Parallel entwickeln das Land Nordrhein-Westfalen, der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Grevenbroich über die Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH Perspektiven für die Gesamtfläche. Ziel ist, das ehemalige Kraftwerksgelände zu einem innovativen Digitalstandort zu entwickeln. Im Sinne der industriekulturellen Denkmalpflege bleiben die markante Maschinenhalle und ausgewählte Anlagenteile erhalten.

Ein Bild des Kamins für Medienzwecke (Bildrechte: RWE) ist verfügbar in der RWE-Mediathek.

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