Hochzeit auf hoher See: RWE installiert Umspannwerke für Offshore-Windpark Nordseecluster A
14.04.2026

RWE und Polarium, ein Entwickler von dezentralen Batteriespeichersystemen und Flexibilitätslösungen, schließen sich zusammen, um Flexibilität auf dem deutschen Strommarkt auf neue Weise zu vermarkten. Ab Ende 2026 wird RWE 50 Megawatt (MW) Leistung (entspricht 135 Megawattstunden (MWh) Strom) aus dem dezentralen Batterieportfolio von Polarium im Rahmen seiner Energiehandelsaktivitäten optimieren. Über 1.600 Batteriespeichersysteme (BESS), verteilt über ganz Deutschland, sind dann über die Cloud-Plattform von Polarium in einer virtuellen Batterie zusammengefasst, was deren Echtzeitsteuerung und Marktbeteiligung ermöglicht und gleichzeitig Wert aus ungenutzten Ressourcen und Netzinfrastruktur schöpft.
Ulf Kerstin, Chief Commercial Officer bei RWE Supply & Trading, sagt: "Batterien werden immer wichtiger für eine stabile Energieversorgung, und die virtuelle Batterie von Polarium verstärkt unser schnell wachsendes Portfolio an Batterien und Erzeugungsanlagen ideal. Durch die Zusammenarbeit mit Polarium bringen wir Tausende kleinerer Speichereinheiten in den Flexibilitätsmarkt, wo sie dazu beitragen können, das Energiesystem robuster zu machen, zusätzlichen Wert zu schaffen und das System in Echtzeit im Gleichgewicht zu halten."
Leif Ottoson, CEO von Polarium: "Diese Vereinbarung zeigt, wie dezentrale Batteriesysteme, die vornehmlich zur Absicherung von Infrastruktur eingesetzt werden, eine wichtige Rolle im Energiesystem übernehmen können. Indem wir Tausende von Batterien über unsere Cloud-Plattform aggregieren, können wir einen Mehrwert generieren. Wir unterstützen damit die Integration erneuerbarer Energien und helfen, das Netz zu stabilisieren – während gleichzeitig die von unseren Kunden benötigte Verfügbarkeit gewährleistet bleibt. Die Partnerschaft mit RWE ermöglicht es uns, diese Flexibilität in großem Maßstab auf den Markt zu bringen."
Polarium entwickelt derzeit ein Portfolio von in ganz Deutschland verteilten Batteriesystemen, die hauptsächlich der Absicherung dienen. Flexibilität, die nicht für Backup-Zwecke benötigt wird, wird virtuell über die Polarium-Plattform in einer einzigen marktreifen Ressource zusammengefasst. Bis Ende 2026 soll die virtuelle Batterie mindestens 50 MW / 135 MWh aus mehr als 1.600 verteilten Systemen umfassen.
Diese Kapazität steht RWE im Rahmen einer Multiasset-Tolling-Vereinbarung zur Verfügung. Polarium gewährt Zugang zu aggregierter Flexibilität für die Kommerzialisierung in allen relevanten Flexibilitätsmärkten, während RWE sich mit der Plattform verbindet, um die kombinierte Kapazität zu nutzen und zu optimieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tolling-Strukturen, die typischerweise einen einzelnen großen Speicher umfassen, bündelt dieser Ansatz zahlreiche verteilte Systeme über die Cloud und erhöht so Flexibilität und Skalierbarkeit. Aufbauend auf RWEs Erfahrungen mit solchen Mautstrukturen, wie etwa der Vereinbarung von 2025 mit Terralayr, stellt diese Zusammenarbeit einen bedeutenden Fortschritt dar.
Das dezentrale, hinter dem Zähler befindliche Batteriesystem unterstützt die Systemstabilität, indem es bestehende Infrastruktur nutzt und eine stärkere Integration erneuerbarer Energien ermöglicht. Die Verteilung des Speichers auf Tausende von Standorten hilft, die Belastung einzelner Netzknoten zu verringern, verbessert die Leistung und kann die Lebensdauer der Assets verlängern, während das operative Risiko auf viele Systeme verteilt wird. Eine einzige technische Schnittstelle zur Plattform vereinfacht die Integration neuer Standorte und hilft, konsistente Leistungsstandards zu gewährleisten, selbst bei einer sehr diversen Flotte.
Bilder für Medienzwecke (Bildrechte: RWE) sind verfügbar in der RWE Mediathek.