Die Sprengung markiert den nächsten Schritt im Rückbau und in der Entwicklung des Kraftwerksgeländes.

Standort Frimmersdorf: Kontrollierte Sprengung des 200-Meter-Schornsteins

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Der 200 Meter hohe Schornstein der stillgelegten Blöcke P und Q am ehemaligen Kraftwerksstandort Frimmersdorf ist am Samstag, 29. August, planmäßig niedergelegt worden. Die kontrollierte Sprengung erfolgte pünktlich um 11 Uhr. Das anfallende Material wird vor Ort aufbereitet und weit überwiegend recycelt. Die Rückbauarbeiten auf der nördlichen Kraftwerksfläche liegen weiterhin im Zeitplan.  

Kontrolliert zu Boden geführt  

Der Mitte der 1980er Jahre errichtete Stahlbeton-Schornstein wurde mittels einer sogenannten Faltsprengung kontrolliert zu Boden gebracht. Sprengmeister Michael Schneider vom Hürther Rückbauunternehmen Liesegang platzierte dafür zwei Sprengladungen: eine am Fußpunkt des Kamins und eine weitere in rund 100 Metern Höhe. Für den geplanten Fall in Richtung Osten zur Energiestraße beziehungsweise Westen zur Erft waren entsprechende Fallbetten vorbereitet. Die Sprengung verlief wie vorgesehen.  

Recycling statt Entsorgung
 

Aus dem Baukörper entstanden rund 14.000 Tonnen Schutt. Das Material wurde direkt am Standort zerkleinert, sortiert und in den kommenden Wochen schrittweise abtransportiert. Der überwiegende Teil soll recycelt und wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.  

Rückbau bis 2028 geplant
 

Die Sprengung ist Teil der laufenden Rückbauarbeiten auf der nördlichen Kraftwerksfläche im Stadtgebiet Grevenbroich. Dort werden die beiden 300-Megawatt-Blöcke P und Q derzeit demontiert. Der Rückbau der Nordfläche soll bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.  

Perspektive für den Standort  

Parallel zum Rückbau entwickeln das Land Nordrhein-Westfalen, der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Grevenbroich den Standort weiter. In der Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH arbeiten die Partner daran, das Areal zu einem innovativen Digitalstandort zu entwickeln. Gleichzeitig bleibt die industrielle Geschichte des Ortes sichtbar: Im Sinne der industriekulturellen Denkmalpflege sollen die markante Maschinenhalle sowie einige benachbarte Anlagenteile erhalten bleiben.  

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