Rheinwassertransportleitung: Baustart für das Verteilbauwerk in Grevenbroich-Allrath
07.07.2026

RWE hat sich mit 25 Millionen Euro an der Finanzierungsrunde des Münchener Magnetfusions-Start-ups Proxima Fusion beteiligt. Ihre Bereitschaft zu einer finanziellen Beteiligung hatte RWE bereits in der im Februar zwischen dem Freistaat Bayern, Proxima Fusion, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) und RWE unterzeichneten Kooperationsvereinbarung erklärt. Darin bekräftigen die Partner ihre Absicht zur Zusammenarbeit auf dem Weg zum ersten kommerziellen Magnetfusionskraftwerk am RWE-Standort Gundremmingen.
Die Kernfusion entwickelt sich weltweit mit hoher Dynamik weiter – und Deutschland spielt dabei eine immer wichtigere Rolle. Mit der Beteiligung von renommierten internationalen Investoren an Proxima Fusion zeigt sich deutlich, dass die deutschen Fusionsunternehmen global als zentrale Treiber der Fusionsinnovation wahrgenommen werden. Deutschland verfügt im Bereich Kernfusion über ein einzigartiges Umfeld: exzellente Forschungseinrichtungen, ambitionierte Start-ups, engagierte Industriepartner, eine leistungsfähige Lieferkette und geeignete ehemals kerntechnische Standorte, die für die Fusionsentwicklung genutzt werden können. Das sind hervorragende Voraussetzungen, um im weltweiten Wettbewerb bei der Fusionsenergie den entscheidenden Geschwindigkeitsvorteil zu nutzen. Deutschland hat damit beste Chancen, die bislang führende Rolle in der Kernfusion im globalen Wettbewerb zu behaupten und weiter auszubauen.
Dr. Markus Krebber, CEO RWE AG: „Deutschland kann dank starker Forschung und innovativer Start-ups wie Proxima Fusion zur Schlüsselnation in der Kernfusion werden. Jetzt kommt es darauf an, dass Bund und Länder die Rahmenbedingungen so gestalten, dass die Entwicklung hin zu einem kommerziellen Fusionsreaktor in Deutschland gezielt beschleunigt wird. RWE leistet dazu einen Beitrag, indem wir sowohl in Magnet- als auch in Laserfusions-Unternehmen investieren und unsere Rückbaustandorte mit ihrer vorhandenen kerntechnischen Infrastruktur und unsere genehmigungsrechtliche Expertise einbringen. Damit schaffen wir wichtige Zeit- und Kostenvorteile im internationalen Fusionswettbewerb.“
Proxima Fusion hat sich für die Entwicklung des ersten kommerziellen Magnetfusionskraftwerks auf den Standort Gundremmingen festgelegt. Das Unternehmen hat sich gemeinsam mit dem IPP und mit Unterstützung des Freistaates Bayern an der laufenden Ausschreibung des Bundes für einen Magnetfusions-Hub beworben. RWE wird – sofern der Standort den Zuschlag für den Magnetfusions-Hub erhält – den Rückbau konsequent weiterführen, um die bestehende kerntechnische Infrastruktur möglichst frühzeitig für eine fusionsseitige Nachnutzung bereitzustellen. Damit wird Gundremmingen eine zentrale Funktion bei der Industrialisierung der Fusionstechnologie in Deutschland einnehmen. Proxima Fusion wird nun beim bayerischen Umweltministerium das notwendige Genehmigungsverfahren für Gundremmingen initiieren.