Dormagen
Startpunkt der Rheinwassertransportleitung.
Der Bau der Rheinwassertransportleitung ist ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Rekultivierung und den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Nach dem Ende der Braunkohlenförderung ermöglicht die 45 Kilometer lange Leitung die Befüllung des Garzweiler Sees und des Hambacher Sees, die Versorgung umliegender Feuchtgebiete sowie die langfristige Stabilisierung der Grundwasserverhältnisse in der Region.
Auf dieser Website erhalten Sie einen Überblick über das Projekt sowie Informationen zum Bauablauf und zu den Arbeiten in Ihrer Nähe. Aktuelle Informationen finden Sie sowohl unter Aktuelles als auch auf den lokalen Unterseiten. Wissenswertes für Eigentümer und Bewirtschafter ist hier zusammengefasst.

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Baubeginn
Baudauer
Gesamtlänge der Trasse
Anzahl der Rohre
Durchmesser der Rohrleitungen
Nach Fertigstellung der Rheinwassertransportleitung beginnt die Befüllung der Tagebaue Hambach (ab ca. 2030) und Garzweiler (ab ca. 2036). Die Befüllung der beiden Seen erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Der Zielwasserspiegel wird voraussichtlich bis 2070 erreicht. Parallel dazu trägt die Befüllung der Tagebauseen und die damit im Zusammenhang stehende Zurücknahme der bergbaubedingten Sümpfung dazu bei, das während des Bergbaus abgesenkte Grundwasser langfristig wieder anzuheben und zu stabilisieren. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Der Bau der Rheinwassertransportleitung ist Teil eines umfassenden Rekultivierungskonzeptes für die Gestaltung der Landschaften nach Beendigung der Braunkohlenförderung und -nutzung im Rheinischen Revier. Garzweiler See und Hambacher See werden künftig als Badegewässer, Segelreviere und Erholungs- und Wandergebiete zu Verfügung stehen.
Über die interaktive Karte gelangen Sie zu den lokalen Unterseiten mit Informationen zu den Baumaßnahmen vor Ort. Die Leitungstrasse verläuft unterirdisch und gliedert sich in drei Hauptabschnitte.
In Dormagen-Rheinfeld wird das Rheinwasser am linken Rheinufer über ein Entnahmebauwerk entnommen und über ein Pumpbauwerk anschließend in die Rheinwassertransportleitung gefördert.
Die sogenannte Bündelungsleitung verbindet das Pumpbauwerk in Dormagen-Rheinfeld über eine Strecke von rund 21,8 Kilometern mit dem Verteilbauwerk bei Grevenbroich-Allrath.
Beim Verteilbauwerk teilt sich die Leitung in zwei Stränge: Die Garzweilerleitung führt über etwa 3,9 Kilometer zum Tagebau Garzweiler, die Hambachleitung verläuft über rund 18,9 Kilometer bis zum Einleitbauwerk am Tagebaurand Hambach bei Elsdorf.
Die Rheinwassertransportleitung entsteht als unterirdisches Leitungssystem. Die Leitungen bestehen aus Stahlrohren mit Durchmessern von 2,20 und 1,40 Metern. Zusätzlich werden Bauwerke errichtet, die für den Betrieb der Leitung erforderlich sind.
Die Rheinwassertransportleitung wird abschnittsweise und an mehreren Stellen parallel gebaut. Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten erfolgt der Leitungsbau entweder in offener oder geschlossener Bauweise. Während die offene Bauweise vor allem auf freien Flächen eingesetzt wird, kommt die geschlossene Bauweise bei der Querung von Deichen, Straßen, Bahnstrecken oder sensiblen Schutzgebieten zum Einsatz.
Entlang der Trasse werden vier zentrale Bauwerke errichtet:
Bei Dormagen werden das Entnahmebauwerk am Rhein sowie das Pumpbauwerk im Deichhinterland gebaut, mit denen das Wasser aus dem Rhein entnommen und weitergefördert wird.
Die Entnahme des Rheinwassers erfolgt nach einem mit den zuständigen Behörden und der Schifffahrt abgestimmten flexiblen Mengenkonzept, abhängig vom jeweiligen Rheinwasserstand.


Bei Grevenbroich-Allrath wird ein Verteilbauwerk errichtet, das das Wasser auf die Leitungen in Richtung Hambach und Garzweiler aufgeteilt.
Am Ende der Hambachleitung bei Elsdorf wird ein Einleitbauwerk errichtet, das den kontrollierten Übergang des Wassers in den Hambacher See sicherstellt.


Auf lokalen Unterseiten erhalten Sie detailliertere Information zum Leitungsbau, zu den einzelnen Bauwerken und zum Baufortschritt.
Weitere Kontaktmöglichkeiten vor Ort finden Sie auf den lokalen Unterseiten.
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