Das Entnahmebauwerk wird am linken Rheinufer bei Dormagen-Rheinfeld auf Höhe des Rheinkilometers 712,6 errichtet. Hier gelangt das Rheinwasser kontrolliert in die Rheinwassertransportleitung. Die Rheinwasserentnahme erfolgt nach einem flexiblen Entnahmekonzept, das sich am jeweiligen Rheinwasserstand orientiert und mit den zuständigen Behörden und der Schifffahrt abgestimmt ist. Dabei wird sichergestellt, dass je nach Rheinwasserstand zwischen 1,8 m3 pro Sekunde bis maximal 18 m3 pro Sekunde – und jeweils weniger als ein Prozent des jeweiligen Rheinwasserabflusses – übergeleitet wird. Mehr zum Konzept erfahren Sie hier.
Startpunkt des Entnahmebauwerks sind sechs fest installierte, fein geschlitzte Rohre, über deren Oberfläche das Rheinwasser gleichmäßig in die Leitung einströmt – sogenannte Passivrechen („Johnson Screens®“). Durch diese Bauweise bleibt die Einströmungsgeschwindigkeit so gering, dass Fische und andere Wasserlebewesen nicht in die Anlage gelangen. Passivrechen gelten deshalb als derzeit beste verfügbare Technik für eine besonders schonende Wasserentnahme aus Fließgewässern. Jeder Rechen besitzt einen Durchmesser von zwei Metern, eine Länge von sechs Metern sowie Spaltweiten von fünf bis sechs Millimetern. Die Rechen sind uferparallel nebeneinander angeordnet und so positioniert, dass sie dauerhaft vollständig unter Wasser liegen. Zur Befestigung wird im Rhein eine 54 Meter lange Winkelstützwand errichtet.
Von der Entnahmestelle aus wird das Wasser über drei Rohrleitungen im Freigefälle in Richtung Pumpbauwerk geführt. Über Absperrvorrichtungen können, einzelne Leitungen bei Bedarf – etwa für Wartungsarbeiten – verschlossen werden. Für einen dauerhaft sicheren Betrieb werden die Rechen regelmäßig über ein druckluftbasiertes Freispülsystem („Hydroburst“) gereinigt.








