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Elsdorf

Start des Leitungsbaus am Speedway

In Elsdorf endet die Rheinwassertransportleitung am ehemaligen Tagebau Hambach. Vom Verteilbauwerk in Grevenbroich-Allrath aus wird das Wasser aus über die sogenannte Hambach-Leitung über eine Strecke von 18,9 Kilometern vorbei an Rommerskirchen und Bedburg bis nach Elsdorf transportiert. Hier tritt das Wasser am Rande des Tagebaus künftig über ein Einleitbauwerk kontrolliert aus den unterirdischen Rohrleitungen aus und fließt in den entstehenden Hambacher See.

Voraussichtlich ab 2030 soll die Befüllung des Sees beginnen, der in Zukunft Herzstück einer attraktiven Wald-Seen-Landschaft sein wird. Mehr über die neue Landschaft nach dem Tagebau Hambach können Sie hier nachlesen.

Vektorkarte mit Hambacher See und Garzweiler See, markierten Leitungsrouten von Einleitbauwerk bis Verteilbauwerk, Ortsnamen, Autobahn A61 und roten Sonnenschirmen.

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Auf dieser Seite erhalten Sie aktuelle Informationen zum Bau des Einleitbauwerks und der Leitungen rund um Elsdorf, Bergheim und Bedburg.

Details und Visualisierungen

  • Am Ende der Rheinwassertransportleitung sorgt ein Auslaufbauwerk für einen drucklosen Wasserübergang aus den unterirdischen Rohrleitungen zum Tagebausee Hambach. Es besteht im Wesentlichen aus unterirdischen Regelventilen und einem großen Wasserbecken. Das Bauwerk liegt überwiegend unter der Geländeoberfläche, lediglich ein vergleichsweise kleiner Teil von rund 1,5 Metern Höhe wird sichtbar über dem Gelände sein. Insgesamt weist es eine Länge von rund 72 Metern und eine Breite von etwa 19 Metern auf. Im Inneren wird der Wasserfluss gesteuert, sodass das Wasser über das anschließende Einleitbauwerk gleichmäßig und sicher in den entstehenden See gelangt. Das angeschlossene Schaltanlagengebäude dient der Steuerung und Überwachung der Anlage.

  • Das Einleitbauwerk ist dabei mehr als ein technisches Bauwerk. Die offene Wasserführung in den Kaskaden soll die Einleitung nach den Vorstellungen der Umfeldinitiative Neuland Hambach für die Bevölkerung erlebbar machen.

    Die geplanten Kaskaden markieren räumlich und symbolisch den Übergang von der Bergbau- zur Seenlandschaft. Bis zu rund 15 Kubikmeter Wasser pro Sekunde sollen über zwei Stränge eingeleitet werden. Rund 225 Betonbecken (Gerinnebecken) führen den Höhenunterschied sicher ab. Rohrleitungen von mehr als 8000 Metern Länge werden für die flachen Strecken eingebaut.

    Eine Frau macht ein Foto von einer malerischen Landschaft mit einem Fluss, moderner Architektur und Grünflächen im Vordergrund.
    Einleitbauwerk (© NEULAND HAMBACH)

    Blick auf eine Küstenlandschaft mit breiter Promenade, Radfahrern und Spaziergängern, gestuften Wasserbecken, Vegetation und entfernten Salzwiesen.
    Porta Sophia (© NEULAND HAMBACH)
  • Die Trasse der Hambach-Leitung von Grevenbroich-Allrath über Bedburg nach Elsdorf verläuft überwiegend unterirdisch. Der Bau der Leitungen erfolgt – abhängig von den örtlichen Gegebenheiten – entweder in offener oder in geschlossener Bauweise. Bei der offenen Bauweise werden die Rohre in einem Rohrgraben verlegt, vor Ort miteinander verschweißt und der Graben anschließend mit dem ausgehobenen Boden wieder verfüllt. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Flächen wiederhergestellt und können weiter genutzt werden, beispielsweise für landwirtschaftliche Zwecke.

    In sensiblen Bereichen, etwa bei der Unterquerung der Erft bei Bedburg, von Straßen oder der Autobahn A61, kommt die geschlossene Bauweise zum Einsatz. Dabei werden unterirdisch Schutzrohre zwischen einer Start- und einer Zielgrube vorgetrieben, ohne die Oberfläche dauerhaft zu beeinträchtigen. In diese Schutzrohre werden anschließend die Stahlleitungen eingeschoben. Zum Einsatz kommen robuste Stahlbetonrohre, die die Leitungen zusätzlich sichern.

    Für die drei Rohrleitungen in der Bündelungstrasse werden spiralnahtgeschweißte Stahlrohre mit einem Durchmesser von 2,20 Metern eingesetzt. Die einzelnen Rohrsegmente sind jeweils rund zwölf Meter lang und wurden bereits bei ihrer Herstellung innen und außen mit einem dauerhaften Korrosionsschutz versehen. Dadurch wird eine sichere und langfristige Nutzung der Leitungen gewährleistet.

    Großes zylindrisches Rohr mit rotem Rahmen, mehreren verchromten Hydraulikstangen, schwarzen Schläuchen, Kabeln, Holzboden, Leiter und einem Arbeiter in orangefarbener Warnkleidung und Helm.
    Geschlossene Bauweise (© SONNTAG Baugesellschaft/Symbolbild)
    Eine Baustellenszene mit einem tiefen Sandgraben, einer großen Stahlleitung, einem gelben Kran, Schweißgerät, Leiter und einem Arbeiter mit Schutzhelm.
    Offene Bauweise (Symbolbild)
    Großes Freilager mit ordentlich gestapelten schwarzen Stahlrohren neben einem Industriegebäude, mit sichtbaren roten Rohrleitungen und Hebegeräten.
    Teillagerung der Rohre für die Leitung

Überblick über die Bauabschnitte in Elsdorf

Als erstes Teilstück der Hambach-Leitung wird seit März 2026 die 6,7 Kilometer lange Trasse auf dem beliebten Freizeitweg „Speedway“ zum Tagebau Hambach gebaut. Dort werden zwei Pipelines mit einem Durchmesser von 2,20 Metern in einem Korridor von 30 Metern Breite errichtet – mit der Erft wird sogar ein Fluss im unterirdischen Vortrieb unterquert und die Autobahn 61 überquert (siehe Bild). Es ist die einzige Stelle der Trasse, an der die Leitung oberirdisch verläuft.

Die Arbeiten am Teilstück auf dem „Speedway“ sind aktuell bis Ende 2027 eingeplant. In dieser Zeit ist die frühere Fernbandtrasse zwischen dem Tagebau Hambach und dem ehemaligen Tagebau Bergheim gesperrt.

Über den jeweiligen Baufortschritt, zeitliche Abläufe und mögliche Auswirkungen vor Ort informieren wir auf dieser Seite regelmäßig.

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um die Bauarbeiten für die Rheinwassertransportleitung in Elsdorf, Bergheim und Bedburg.



FAQs

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Bau der Rheinwassertransportleitung und der dazugehörigen Anlagen in Elsdorf.

Einleitbauwerk

  • Das Einleitbauwerk wird in Elsdorf errichtet, weil hier die Hambach-Leitung endet und der Übergang vom Leitungssystem in den Hambacher See erfolgt. Der Standort markiert damit den Punkt, an dem das Rheinwasser kontrolliert in den entstehenden Hambacher See eingeleitet und für die Bevölkerung erlebbar wird. 

  • Das Einleitbauwerk und Auslaufbauwerk am Ende der Leitung sorgen dafür, dass das Rheinwasser drucklos, gleichmäßig und kontrolliert in den Hambacher See gelangt. Die Befüllung des Hambacher Sees ist damit ein zentraler Bestandteil der abschließenden Rekultivierung der Restmulde. Sie sorgt für die langfristige Sicherung des ehemaligen Tagebaus, trägt zur Stabilisierung des Grundwasserhaushalts bei und schafft neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

  • Die Befüllung des Hambacher Sees mit Rheinwasser soll ab dem Jahr 2030 beginnen. Die Befüllung erfolgt schrittweise und angepasst an natürliche Rahmenbedingungen wie Wasserstand und Wetter.

  • Schon wenige Jahre nach Beginn der Befüllung entstehen im Tagebau Hambach erste größere zusammenhängende Wasserflächen. Der See wächst kontinuierlich, sodass der Wandel von der Tagebaulandschaft zur Wasserlandschaft bereits früh sichtbar wird. Nach 10 Jahren ist die Wasserfläche so groß wie der Tefernsee.

  • Erste Nutzungen für Freizeit und Naherholung werden bereits möglich sein, lange bevor der See vollständig gefüllt ist. Sobald ausreichend große Wasserflächen und sichere Uferbereiche vorhanden sind, können schrittweise Angebote für Erholung, Sport und Naturerlebnis entstehen. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Fortschritt der Befüllung und den jeweiligen Planungen vor Ort ab.

Bauphase / Bauweise

  • Die bauvorbereitenden Maßnahmen und Bauarbeiten für ein 6,7-Kilometer langes Teilstück der Hambach-Leitung bis zum Einleitbauwerk in Elsdorf laufen seit Frühjahr 2026. Sie werden voraussichtlich rund zwei Jahre dauern. Der genaue Ablauf hängt vom Baufortschritt und den jeweiligen Bauphasen ab.

  • Der Bau der Rheinwassertransportleitung erfolgt abhängig von den örtlichen Gegebenheiten entweder in offener oder in geschlossener Bauweise. In offener Bauweise werden die Rohre in einem Rohrgraben verlegt und nach Abschluss der Arbeiten wieder verfüllt. In sensiblen Bereichen, beispielsweise bei der Unterquerung der Erft in Bedburg oder von Straßen und der Autobahn A61, kommt die geschlossene Bauweise zum Einsatz. Dabei werden die Leitungen unterirdisch verlegt, ohne die Oberfläche dauerhaft zu beeinträchtigen.

  • Während der Bauphase werden unter anderem die Baugrube hergestellt, das Einleitbauwerk errichtet und die unterirdischen Rohrleitungen angeschlossen. Zudem entstehen die Becken, Steuerungseinrichtungen und das Schaltanlagengebäude. Die Arbeiten erfolgen schrittweise und nach festgelegten Bauabläufen.

  • Während der Bauzeit kann es zeitlich begrenzte Einschränkungen für einzelne Wege oder Bereiche geben, insbesondere im unmittelbaren Umfeld der Baustelle. So kann der beliebte Freizeitweg „Speedway“ von Bedburg bis Elsdorf voraussichtlich bis Ende 2027 aufgrund der laufenden Bauarbeiten nicht genutzt werden.

  • Über den Baufortschritt, anstehende Arbeiten und mögliche Auswirkungen informiert RWE Power regelmäßig auf dieser Website. Bei Bedarf werden ergänzend Hinweise vor Ort oder gezielte Informationen für Betroffene bereitgestellt, um eine transparente und frühzeitige Kommunikation sicherzustellen.

Verkehr

  • Der Baustellenverkehr wird überwiegend über das klassifizierte Straßennetz und ausgewiesene Hauptverkehrsstraßen geführt. Wohngebiete sind nicht als reguläre Durchfahrtsrouten vorgesehen. Der Speedway selbst dient als Zufahrt zur Baustelle uns entlastet damit die umliegenden Straßen vom Baustellen- und Anlieferungsverkehr. Die Zufahrten zu den Baustellen erfolgen an zentralen, vorab festgelegten Punkten, um Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten. Die genutzten Routen sind Teil eines abgestimmten Verkehrs- und Wegekonzepts.

  • Dauerhafte Straßensperrungen sind im Bereich Bedburg / Bergheim / Elsdorf nicht vorgesehen. Kurzfristige oder abschnittsweise Umleitungen können im Rahmen einzelner Bauphasen, etwa bei Betonarbeiten, erforderlich werden. Diese werden frühzeitig geplant und mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Die verkehrliche Bewertung kommt zu dem Ergebnis, dass auch während intensiver Bauphasen keine wesentlichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu erwarten sind.

  • Im Bereich der Baustellen gibt es zeitlich begrenzte Einschränkungen von Freizeit- und Radwegen, insbesondere am „Speedway“. Dieser wird auf dem 6,7 Kilometer langen Teilstück zwischen Bedburg und Elsdorf voraussichtlich bis Ende 2027 nicht nutzbar sein. Über mögliche weitere Einschränkungen von Freizeitwegen im Zuge von zeitweisen Bautätigkeiten informiert RWE Power rechtzeitig.

  • Die Bauarbeiten sind so geplant, dass der Bahnverkehr möglichst nicht beeinträchtigt wird. Die Querung der Bahnstrecke im Speedway erfolgt unterhalb des Brückenbauwerkes, sodass in der Regel keine Beeinträchtigungen für den Bahnverkehr entstehen. Eventuelle Einschränkungen werden auf ein Minimum reduziert und eng mit den zuständigen Stellen abgestimmt.

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Projektteam

Rhein­wasser­transport­leitung