FAQs

Grevenbroich-Allrath

Verteilerpunkt der Rheinwassertransportleitung

In Grevenbroich-Allrath wird das aus dem Rhein bei Dormagen-Rheinfeld entnommene Rheinwasser in einem Verteilbauwerk von der Bündelungsleitung auf je eine weiterführende Leitungstrasse in Richtung Garzweiler See sowie die Feuchtgebiete Nordraum des Tagebaus Garzweiler (Garzweilerleitung) und in Richtung Hambacher See (Hambachleitung) aufgeteilt und weitergeleitet. 

Die vom Rhein bei Dormagen-Rheinfeld bis zum Verteilbauwerk verlegte Bündelungsleitung besteht aus drei parallel verlaufenden Stahlrohrleitungen mit einem Durchmesser von 2,20 Metern. Die Länge der Bündelungsleitung von der Rheinwasserentnahmestelle bis zum Verteilbauwerk beträgt rund 21,8 Kilometer.

Karte mit Verteilbauwerk bei Bedburg, Garzweiler See und A46/A61; farbige durchgezogene und gestrichelte Leitungen sind markiert.

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Vom Verteilbauwerk aus teilt sich die Leitung in zwei Richtungen: Die Garzweilerleitung verläuft mit zwei Rohrleitungen (Durchmesser 1,40 Meter) über 3,9 Kilometer bis zum Tagebau Garzweiler. Die Hambachleitung führt mit zwei Rohrleitungen (Durchmesser 2,20 Meter) über rund 18,9 Kilometer bis Hambach.

Auf dieser Seite erhalten Sie aktuelle Informationen zum Bau des Verteilbauwerks und der Leitungen rund um Grevenbroich-Allrath.

Details und Visualisierungen

  • Im Verteilbauwerk bei Grevenbroich-Allrath wird das Wasser aus der Bündelungsleitung aufgeteilt und in Richtung Garzweiler See sowie die Feuchtgebiete im Nordraum des Tagebaus Garzweiler und in Richtung Hambacher See weitergefördert. Das Bauwerk wird in L-Form errichtet und ist rund 25 Meter breit, mit Seitenlängen von etwa 51 und 62 Metern. Ein Teil des Bauwerks liegt etwa sechs Meter unter der Geländeoberfläche, während der sichtbare Teil rund sieben Meter über das Gelände hinausragt. Ergänzend entstehen Außenanlagen, die in Größe und Gestaltung angepasst und an bestehende Verkehrsflächen angebunden werden.

    Durch umfangreiche Eingrünungsmaßnahmen mit heimischen Baum- und Straucharten, Wallbegrünungen sowie ein Gründach mit Photovoltaikanlage wird das Verteilbauwerk in das Landschaftsbild integriert. Viele der in die Gestaltung eingeflossenen Aspekte wurden gemeinsam mit den Allrather Bürgern erarbeitet.

    Ein modernes Industriegebäude bei Dämmerung mit Glaswänden, Rohrleitungen im Querschnitt, Backsteinfassade, begrüntem Innenhof und Strommasten.
    Visualisierung Verteilbauwerk – die Rohre werden später nicht sichtbar sein.
    Ein modernes Gebäude mit bodentiefen Glasfronten, in denen sich Bäume spiegeln, mit einem gepflasterten Gehweg, Rasenflächen und zwei Personen daneben.
    Gläserne Fassade ermöglicht transparente Einblicke.
    L-förmiges Backsteingebäude mit Glas-Eingang und zahlreichen Solarpaneelen auf dem Dach, umgeben von Zufahrt, Hecken, Strommasten und einem Zug.
    Visualisierung Verteilbauwerk aus der Vogelperspektive.
  • Der Bau der Leitungen erfolgt – abhängig von den örtlichen Gegebenheiten – entweder in offener oder in geschlossener Bauweise. Bei der offenen Bauweise werden die Rohre in einem Rohrgraben verlegt, vor Ort miteinander verschweißt und der Graben anschließend mit dem ausgehobenen Boden wieder verfüllt. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Flächen wiederhergestellt und können weiter genutzt werden, beispielsweise für landwirtschaftliche Zwecke.

    In Bereichen mit sensibler Infrastruktur wie Bahntrassen oder Straßen sowie in besonders schützenswerten Bereichen kommt die geschlossene Bauweise zum Einsatz. Dabei werden unterirdisch Schutzrohre zwischen einer Start- und einer Zielgrube vorgetrieben, ohne die Oberfläche dauerhaft zu beeinträchtigen. In diese Schutzrohre werden anschließend die Stahlleitungen eingeschoben. Zum Einsatz kommen robuste Stahlbetonrohre, die die Leitungen zusätzlich sichern.

    Für die Hambach-Leitung werden spiralnahtgeschweißte Stahlrohre mit einem Durchmesser von 2,20 Metern eingesetzt, für die Garzweiler-Leitung kommen Rohre mit einem Durchmesser von 1,40 Metern zum Einsatz. Die einzelnen Rohrsegmente sind jeweils rund zwölf Meter lang und wurden bereits bei ihrer Herstellung innen und außen mit einem dauerhaften Korrosionsschutz versehen. Dadurch wird eine sichere und langfristige Nutzung der Leitungen gewährleistet.

    Großes zylindrisches Rohr mit rotem Rahmen, mehreren verchromten Hydraulikstangen, schwarzen Schläuchen, Kabeln, Holzboden, Leiter und einem Arbeiter in orangefarbener Warnkleidung und Helm.
    Geschlossene Bauweise (© SONNTAG Baugesellschaft/Symbolbild)
    Eine Baustellenszene mit einem tiefen Sandgraben, einer großen Stahlleitung, einem gelben Kran, Schweißgerät, Leiter und einem Arbeiter mit Schutzhelm.
    Offene Bauweise (Symbolbild)
    Großes Freilager mit ordentlich gestapelten schwarzen Stahlrohren neben einem Industriegebäude, mit sichtbaren roten Rohrleitungen und Hebegeräten.
    Teillagerung der Rohre für die Leitung

Überblick über die Bauabschnitte in Grevenbroich-Allrath

Die Baumaßnahmen in Grevenbroich-Allrath erfolgen schrittweise über mehrere Jahre. Zunächst beginnen vorbereitende Arbeiten, darunter Grünschnittmaßnahmen sowie die Kampfmittelfreimachung. Danach ist die Herstellung der Baugrube für das Verteilbauwerk vorgesehen; diese Arbeiten werden voraussichtlich rund vier Jahre dauern.

Parallel dazu sind archäologische Untersuchungen sowie weitere vorbereitende Maßnahmen geplant. Anschließend beginnen die Leitungsverlegearbeiten im Bereich Allrath (westlich der B59), die Unterpressung des Bahndamms und die Errichtung der Start- und Zielgruben für die Leitungen.

Über den jeweiligen Baufortschritt, anstehende Arbeiten und mögliche Auswirkungen vor Ort informieren wir auf dieser Seite fortlaufend.

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um den Bau der Rheinwassertransportleitung und des Verteilbauwerks in Grevenbroich-Allrath.



FAQs

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Bau der Rheinwassertransportleitung und der dazugehörigen Anlagen in Grevenbroich.

Verteilbauwerk

  • Grevenbroich-Allrath liegt an einem zentralen Punkt des Trassenverlaufs der Rheinwassertransportleitung. Hier wird das aus Dormagen über die Bündelungsleitung kommende Rheinwasser auf die weiterführenden Leitungen in Richtung Garzweiler und Hambach verteilt. Der Standort ermöglicht es, das Rheinwasser effizient und bedarfsgerecht in beide Richtungen zu verteilen und weiterzuleiten. 

  • Das Verteilbauwerk ist das ein wichtiges Bauwerk der Rheinwassertransportleitung. Hier wird das aus Dormagen kommende Rheinwasser aufgeteilt und entweder in Richtung Tagebau Hambach oder Tagebau Garzweiler weitergeleitet. Die Anlage ist so ausgelegt, dass beide Seen sowie die Feuchtgebiete im Nordraum des Tagebaus Garzweiler zuverlässig und flexibel mit Rheinwasser versorgt werden können. Für den Transport des Wassers zum Tagebau wird der Druck mittels Pumpen wegen des Geländeprofils nochmal erhöht, für den Transport zum Tagebau Hambach reicht der bestehende Wasserdruck aus.

  • Das Verteilbauwerk wird in L-Form errichtet und hat oberirdisch Seitenlängen von etwa 51 und 62 Metern bei einer Breite von rund 25 Metern. Ein Teil des Bauwerks liegt etwa sechs Meter unter der Geländeoberfläche, während der sichtbare Teil rund sieben Meter darüber hinausragt. Ein großer Teil der technischen Anlagen befindet sich damit unterirdisch.

  • Das Verteilbauwerk wird durch ein umfangreiches Gestaltungs- und Eingrünungskonzept in das Landschaftsbild eingebunden. Vorgesehen sind Pflanzungen mit heimischen Baum- und Straucharten, Wallbegrünungen sowie ein Gründach, das teilweise mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet ist. 

  • Im regulären Betrieb entstehen keine nennenswerten Geräusche. Die technischen Anlagen sind schallgedämmt ausgeführt, und die nächstgelegenen Wohngebiete liegen außerhalb des maßgeblichen Einwirkungsbereichs nach den geltenden Lärmschutzvorgaben. Abgase oder andere Emissionen entstehen im Betrieb nicht.

Bauphasen / Bauweise

  • Die Bauarbeiten in Grevenbroich-Allrath starten schrittweise. Zunächst beginnen vorbereitende Maßnahmen wie Grünschnittarbeiten und die Kampfmittelfreimachung. Danach ist der Beginn der Herstellung der Baugrube für das Verteilbauwerk vorgesehen.

  • Die geschlossene Bauweise kommt in Bereichen mit sensibler Infrastruktur zum Einsatz, etwa bei der Querung von Bahnstrecken, Straßen oder anderer wichtiger Infrastruktur. Dabei werden die Leitungen unterirdisch in Schutzrohren verlegt, ohne die Oberfläche aufzubrechen. Diese Methode reduziert Eingriffe, erhält Verkehrswege offen und schützt die bestehende Infrastruktur und sensible Schutzgebiete. Im Bereich des Verteilbauwerks werden die Gleise der RWE Werksbahn auf diese Weise unterquert.

Verkehr

  • Dauerhafte Straßensperrungen sind im Bereich Grevenbroich nicht vorgesehen. Kurzfristige oder abschnittsweise Umleitungen können im Rahmen einzelner Bauphasen, etwa bei Betonarbeiten, erforderlich werden. Diese werden frühzeitig geplant und mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Die verkehrliche Bewertung kommt zu dem Ergebnis, dass auch während intensiver Bauphasen keine wesentlichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu erwarten sind.

  • Über kurzfristige Änderungen, zum Beispiel bei Verkehrsführungen oder Bauabläufen, informiert RWE Power rechtzeitig auf dieser Website. Ziel ist es, Anwohnerinnen und Anwohner transparent und frühzeitig über relevante Änderungen zu informieren.

Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an.

Projektteam

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