Rotorblatt-Recycling

RWE setzt als Vorreiter in der Offshore-Windenergie verstärkt auf nachhaltige Innovationen und treibt die Entwicklung recycelbarer Rotorblätter maßgeblich mit voran.

Recycling in der Windkraft: Neue Wege für Nachhaltigkeit

Windenergie gilt als eine der wichtigsten Säulen im Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Während der Großteil einer Windkraftanlage bereits heute gut recycelbar ist, stellen gerade die Rotorblätter eine besondere Herausforderung dar. Sie bestehen aus komplexen Verbundmaterialien, die nur schwer voneinander zu trennen sind. Derzeit werden nur wenige Recyclinglösungen entwickelt, um zu verhindern, dass ausgemusterte Rotorblätter als Abfall auf Deponien landen. RWE investiert jedoch in einen besonderen Ansatz, der sich auf „Design for Recycling“ konzentriert. Dieser Ansatz berücksichtigt die Nachhaltigkeit bereits zu Beginn des Lebenszyklus einer Windkraftanlage. Er unterstreicht auch das Bestreben von RWE, die Kreislaufwirtschaft zu verbessern, indem Turbinenkomponenten wann immer möglich aufgearbeitet oder in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden, um so Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen.

Recyclingprozess der Rotorblätter: Die Technologie im Fokus

Der Schlüssel zur verbesserten Recyclingfähigkeit der neuen Rotorblätter von Siemens Gamesa liegt in einem innovativen Harz. Während klassische Harze einen dauerhaften Verbund schaffen, kann das neuartige Harz am Ende der Lebensdauer wieder gelöst werden – und zwar auf besonders schonende und effiziente Weise. 

Der Prozess verläuft in vier Schritten:

RWE testet ein recycelbares Rotorblatt in ihrem Offshore-Windpark Kaskasi in der deutschen Nordsee.
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Dieses Verfahren ermöglicht es erstmals, nahezu alle Materialien der Rotorblätter hochwertig und effizient zu recyceln. Damit kann aus einem potenziellen Abfallproblem eine wertvolle Sekundärrohstoffquelle machen – ein echter Meilenstein für die nachhaltige Windenergie.


Unsere Beispielprojekte: Pionierarbeit für eine grüne Zukunft

RWE setzt die recycelbaren Rotorblätter in verschiedenen Großprojekten ein und trägt so aktiv zur Weiterentwicklung nachhaltiger Windenergie bei:

Sofia Offshore-Windpark (Vereinigtes Königreich)

Im Offshore-Windpark Sofia werden mehr als die Hälfte der insgesamt 100 Turbinen mit recyclebaren Rotorblättern ausgestattet – ein international anerkanntes Vorzeigeprojekt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Siemens Gamesa wurden die recycelbaren Rotorblätter in Großbritannien erstmals im großen Stil installiert.

Ein Blick von unten auf ein Windrad zwischen zwei Mobilkranen, unter einem bewölkten Himmel.

Kaskasi Offshore-Windpark (Deutschland)

Kaskasi dient als „Forschungslabor“ für zukunftsfähige Windkraftlösungen. Hier kam neben anderen Innovationen auch das RecyclableBlade von Siemens Gamesa zum allerersten Mal zum Einsatz und bildete die Grundlage für großflächige Anwendungen.

Offshore-Windkraftanlagen stehen bei bewölktem Himmel im Wasser. Einige Turbinen drehen sich im Wind.

Thor Offshore-Windpark (Dänemark)

Im dänischen Projekt Thor setzt RWE neben recycelbaren Rotorblättern außerdem Türme aus CO2-reduziertem Stahl ein. Geplant ist die Installation von insgesamt 40 Turbinen mit 120 recycelbaren Rotorblättern – so werden zugleich Innovation und Klimaschutz miteinander verbunden.

Nahaufnahme eines Windrads mit blauen Himmel und Wolken. Im Hintergrund erstrecken sich Felder und Wälder.

Weitere Informationen

Offshore-Windpark Amrumbank West

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