RWE AG

RWE stärkt Partnerschaften mit ADNOC und Masdar für mehr Energiesicherheit in Deutschland und Europa

Zwei Männer schütteln sich die Hände während einer Unterzeichnungszeremonie mit den Flaggen Deutschlands und der VAE im Hintergrund.

Dr. Sultan Ahmed Al Jaber (R), Minister für Industrie und Spitzentechnologie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Geschäftsführer und CEO der ADNOC-Gruppe sowie Vorsitzender von Masdar, und Dr. Markus Krebber (L), Vorstandsvorsitzender von RWE, tauschen ein Memorandum of Understanding im Al Shati Palace aus. ( Copyright: Abdulla Al Bedwawi / UAE Presidential Court )

  • RWE und ADNOC vereinbaren Zusammenarbeit, um Möglichkeiten für die Lieferung von Flüssiggasnach Deutschland und weitere europäische Märkte auszuloten
  • RWE und Masdar unterzeichnen Absichtserklärung für Investitionen in Batteriespeicher in Deutschland
  • Die Vereinbarungen zielen darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen RWE und den Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bis 2030 und darüber hinaus zu vertiefen

Abu Dhabi/Essen, 6. Februar 2026

Im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden heute in der Gegenwart Seiner Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, und Bundeskanzler Friedrich Merz zwei Absichtserklärungen (Memoranda of Understanding, MoUs) zwischen RWE und ADNOC sowie zwischen RWE und Masdar ausgetauscht. Diese Vereinbarungen stellen einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa dar.

Die Vereinbarungen wurden zwischen Dr. Sultan Ahmed Al Jaber, Minister für Industrie und Spitzentechnologie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Geschäftsführer und CEO der ADNOC-Gruppe sowie Vorsitzender von Masdar, und Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender von RWE, ausgetauscht. 

Die strategische Kooperationsvereinbarung zwischen ADNOC und RWE bildet den Rahmen, um eine Zusammenarbeit bei Lieferungen von Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) nach Deutschland und in andere europäische Märkte auszuloten. Beide Unternehmen sprechen über ein mögliches Liefervolumen von bis zu 1 Million Tonnen LNG jährlich über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Dies entspricht bis zu zwölf LNG-Schiffsladungen und bis zu 1,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr. Die Vereinbarung unterstreicht das Interesse beider Seiten an einer langfristigen Zusammenarbeit. Zudem wollen RWE und ADNOC weitere Kooperationsmöglichkeiten im kurzfristigen LNG-Handel innerhalb ihrer globalen LNG-Portfolios ausloten.

Im Rahmen der Absichtserklärung zwischen RWE und Masdar werden die Unternehmen gemeinsame Investitionen in Batteriespeicherprojekte in Deutschland prüfen. Masdar erwägt, bis 2030 in bestehende RWE-Batterieprojekte in Deutschland mit einer Kapazität von bis zu 1 Gigawatt (GW) zu investieren. Darüber hinaus werden RWE und Masdar hierzulande die gemeinsame Entwicklung neuer Batteriespeicherprojekte mit einer Kapazität von bis zu 1 GW bis 2035 prüfen. Die Entwicklung von Batteriespeichern wird den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern, da Batterien schwankende Einspeisungen ausgleichen und so eine stabile, bezahlbare und sichere Stromversorgung in Deutschland gewährleisten. Dies wird auch dazu beitragen, den wachsenden Bedarf an Energie für neue Rechenzentren zuverlässig zu decken.

Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: „Ich freue mich sehr über unsere strategische Zusammenarbeit mit ADNOC, die unser gemeinsames Engagement für eine sichere Energieversorgung Europas unterstreicht. Unsere Pläne knüpfen an unsere erfolgreiche und langjährige Partnerschaft an. Durch neue LNG-Liefervereinbarungen stärken wir die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa und diversifizieren gleichzeitig unser globales LNG-Portfolio. Die Vereinbarung mit Masdar zeigt zudem, welche zentrale Rolle flexible Energiespeicher für die Netzstabilität, die Versorgungssicherheit und die Integration Erneuerbarer Energien spielen – allesamt Eckpfeiler der deutschen Klimaneutralitäts- und energiepolitischen Ziele. Wir blicken auf eine langjährige und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. Zuletzt waren wir gemeinsam bei der jüngsten britischen Offshore-Windauktion für die Dogger Bank South-Projekte überaus erfolgreich. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag für eine sichere und nachhaltige Energiezukunft Europas.“

Mohamed Jameel Al Ramahi, CEO von Masdar: „Batteriespeicher sind entscheidend, um den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien zu ermöglichen und sauberen, verlässlichen und bezahlbaren Strom für Verbraucher, Unternehmen und Gemeinden bereitzustellen. Deutschland ist ein wichtiger Markt für Masdar. Wir verfolgen das Ziel, unsere Kapazität weltweit auf 100 Gigawatt bis 2030 auszubauen. Wir freuen uns darauf, unsere starke Partnerschaft mit RWE weiter auszubauen und die Energiewende in Deutschland und Europa zu unterstützen.“

Die langjährige Partnerschaft zwischen RWE und Masdar begann bereits im Jahr 2008 mit der gemeinsamen Investition in den Offshore-Windpark London Array. Erst im vergangenen Monat waren beide Unternehmen erfolgreich in der britschen Offshore-Windauktion und konnten zweiseitige Differenzverträge, sogenannte Contracts for Difference für ihre gemeinsamen Offshore-Windprojekte Dogger Bank South (DBS) in Großbritannien sichern. Mit einem Investitionsvolumen von rund 11 Milliarden Pfund zählen die beiden 1,5-Gigawatt-Projekte DBS East und DBS West zu den derzeit größten Offshore-Windvorhaben, die vor der britischen Küste entwickelt werden.

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