RWE Generation SE

RWE errichtet am Kraftwerkstandort in Lingen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung

Zwei Personen in orangefarbener Arbeitskleidung stehen zwischen großen elektrischen Schränken auf einem Industriegelände.
  • Die Batteriespeicher helfen bei Stabilisierung des Stromnetzes 
  • Batteriepark entsteht auf ehemaliger Betriebsfläche der Dralon GmbH

Essen, 29. Januar 2026

Wo in Lingen bis 2021 Acrylfasern produziert wurden, entsteht jetzt der größte Batteriespeicher Niedersachsens. Auf der früheren Betriebsfläche der Dralon GmbH, nordöstlich des Gaskraftwerks Emsland, errichtet RWE einen 400-Megawatt-Batteriespeicher. Die geplante Anlage wird ihre Maximalleistung mindestens zwei Stunden lang erbringen können. Das entspricht einer Speicherkapazität von mindestens 800 Megawattstunden (MWh).

Die Investitionsentscheidung hat das Energieunternehmen jetzt getroffen. Die Anlage soll 2028 in Betrieb gehen.

Nikolaus Valerius, CEO RWE Generation SE: „Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien wächst der Bedarf an gesicherter Leistung. Hierbei ergänzen sich neue Gaskraftwerke und Batteriespeicher ideal: Während Gaskraftwerke einspringen, wenn Wind und Sonne über Stunden und Tage als Energielieferanten ausfallen, überbrücken Batterien vor allem kurzfristige Lücken oder Lastspitzen. Unser neuer Batteriespeicher in Lingen wird je nach Bedarf binnen weniger Millisekunden Leistung aufnehmen oder einspeisen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zu verlässlichen Strompreisen.“

Dieter Krone, Oberbürgermeister der Stadt Lingen (Ems): „Die Energiewende in Deutschland braucht leistungsfähige und verlässliche Speicherkapazitäten – und Lingen übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Der Bau des Batteriespeichers sorgt dafür, dass das Stromnetz stabil bleibt und kurzfristige Schwankungen effizient ausgeglichen werden können. Mit diesen zukunftsweisenden Entwicklungen erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt für die Transformation des Energiestandorts Lingen. Gemeinsam mit der bestehenden Infrastruktur und den weiteren Investitionen im Bereich Grüner Wasserstoff entsteht in Lingen einer der bedeutendsten Energiestandorte Deutschlands.“

Der Batteriespeicher wird unter anderem Regelenergie zur Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen. Er ist technisch auch auf die Bereitstellung neuer Netzdienstleistungen wie zum Beispiel Momentanreserve (Trägheit) ausgelegt.

Der Batteriepark wird mehr als 200 Lithium-Ionen-Batterie-Einheiten beherbergen. Mehr als 100 Wechselrichter, über 50 Mittelspannungs- und zwei Hochspannungstransformatoren sowie zwei Schaltfelder vervollständigen die Anlage. Die Netzanbindung ans Stromnetz erfolgt über die Umspannanlage Hilgenberg, die Amprion weniger als 50 Meter entfernt errichtet.

Bevor das Fundament für den neuen Batteriepark gegossen werden kann, muss ein 8,5 Hektar großes Areal im südlichen Teil des Industriegebiets baureif gemacht werden. Für alle Arbeiten liegen die entsprechenden Genehmigungen vor. Der Beginn der Arbeiten erfolgt am 2. Februar. 

Batteriespeicher bei RWE

Als Treiber der Energiewende entwickelt, baut und betreibt RWE Batteriespeichersysteme in den USA, in Europa und Australien. Zum Ende des dritten Quartals 2025 hat das Unternehmen Batteriespeichersysteme mit einer Gesamtleistung von rund 1,2 Gigawatt (GW) betrieben. Mehr als 2,7 weitere Gigawatt sind im Bau. Als integralen Bestandteil ihrer Wachstumsstrategie, plant RWE einen deutlichen Ausbau ihrer Batteriespeicherkapazitäten weltweit.

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