Meta baut Partnerschaft mit RWE aus und schließt neuen langfristigen Stromabnahmevertrag in Texas
11.06.2026
RWE hat rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist die erste Windturbine für das Nordseecluster installiert und damit einen wichtigen Schritt beim Bau des 1,6 Gigawatt (GW) großen Offshore-Windprojekts erreicht.
Die Windturbinen für die erste Ausbaustufe, das Nordseecluster A, werden mit dem Installationsschiff „Norse Wind“ von DEME zum Baufeld auf See transportiert und dort errichtet. Turmsegmente, Maschinenhäuser und Rotorblätter – das Installationsschiff kann Komponenten für jeweils fünf Windenergieanlagen gleichzeitig befördern. Bis Ende 2026 sollen alle 44 Turbinen vor der deutschen Küste installiert sein. Die Anlagen des Herstellers Vestas verfügen jeweils über eine Leistung von bis zu 15 Megawatt (MW). Ihre Nabenhöhe beträgt 145 Meter, die Rotorblätter sind jeweils 115 Meter lang.
Sven Utermöhlen, CEO RWE Offshore Wind: „Der Erfolg großer Bauprojekte basiert auf enger Zusammenarbeit, technischem Know-how und vor allem auf einem kompromisslosen Fokus auf Sicherheit. Unsere Teams auf See leben diesen Anspruch jeden Tag. Mit der erfolgreichen Installation der ersten Turbine haben wir einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Nordseeclusters erreicht, dem derzeit größten im Bau befindlichen Offshore-Windprojekt von RWE. Wenn unser Nordseecluster vollständig in Betrieb ist, wird es die Energiesicherheit Deutschlands stärken und gleichzeitig zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen.“
Damien Lhors, Head of Global Offshore bei Vestas: „Die Installation der ersten Windkraftanlage im Nordseecluster A ist ein wichtiger Meilenstein sowohl für Vestas als auch für RWE und unterstreicht die Stärke unserer langjährigen Partnerschaft. Projekte dieser Größenordnung sind entscheidend für die Beschleunigung der Energiewende in Europa, und wir sind stolz darauf, RWE bei der Realisierung eines der größten Offshore-Windprojekte Deutschlands zu unterstützen. Gleichzeitig schreiten die Produktion und Auslieferung unserer Turbinen des Typs V236-15.0 MW gut voran, was unsere kontinuierlichen Fortschritte bei der Umsetzung großer und komplexer Offshore-Windprojekte widerspiegelt.“
Nach vollständiger Inbetriebnahme Anfang 2027 wird das Nordseecluster A über eine Gesamtleistung von 660 MW verfügen. Die zweite Ausbaustufe, das Nordseecluster B, wird weitere 900 MW Kapazität hinzufügen. Die Fertigung einiger Komponenten ist bereits angelaufen. Die Installation der Fundamente soll im kommenden Jahr beginnen, die Errichtung der 60 Vestas-Turbinen folgt in 2028. Das Nordseecluster B soll Anfang 2029 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.
Zusammen werden die Windparks des Nordseeclusters jedes Jahr rund 6,5 Terawattstunden Strom klimafreundlich erzeugen. Diesen will RWE nutzen, um mit maßgeschneiderten Energielösungen ihre industriellen Kunden auf dem Weg zur Dekarbonisierung zu unterstützen. Dazu zählen in zunehmendem Umfang auch Technologieunternehmen, wie Amazon – mit denen RWE Anfang des Jahres einen Stromabnahmevertrag für 110 MW aus dem Nordseecluster B unterzeichnet hat.
Das Nordseecluster ist ein Gemeinschaftsprojekt von RWE (51 %) und Norges Bank Investment Management (49 %). RWE verantwortet den Bau und anschließenden Betrieb des Nordseeclusters.
RWE ist weltweit führend im Bereich der Offshore-Windenergie
Weltweit ist RWE einer der führenden Akteure im Bereich Offshore-Wind und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, dem Bau und dem effizienten Betrieb von Offshore-Windparks. Neben dem Nordseecluster setzt das Unternehmen derzeit drei weitere große Offshore-Windprojekte um: Sofia in Großbritannien (1,4 GW), Thor gemeinsam mit Norges Bank Investment Management in Dänemark (1,1 GW) und OranjeWind gemeinsam mit TotalEnergies in den Niederlanden (795 MW). Nach ihrer Fertigstellung werden diese Windparks über eine Gesamtkapazität von 4,8 GW verfügen (RWE-Anteil: 3,1 GW). Zudem verfügt RWE über eine breite Pipeline an attraktiven Entwicklungsprojekten. Insgesamt will das Unternehmen seine Offshore-Windkapazität um 5 GW netto bis 2031 erweitern.
Weiterführende Informationen zum Offshore-Windprojekt Nordseecluster finden Sie hier.
Bilder für Medienzwecke sind verfügbar in der RWE-Mediathek (Bildnachweis: RWE / Fotograf: Matthias Ibeler)