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RWE Renewables

Repowering-Pilotprojekt im Emsland: RWE testet Windenergieanlage mit Fertigteil-Fundament

RWE Image
  • Windpark Lengerich: 1,8 MW-Anlage wird durch 5,7 MW-Turbine ersetzt
  • Erstmals setzt RWE ein Fertigteil-Fundament ein – neue Bauweise verringert
    CO2-Fußabdruck

Essen, 24. August 2022

Katja Wünschel | Chief Executive Officer (CEO) Renewables Europe & Australia
„Im Frühjahr 2023 werden wir im Windpark Lengerich eine bestehende Windenergieanlage gegen eine neue leistungsfähigere austauschen. Damit können nicht nur viermal mehr Haushalte als bisher mit grünem Strom versorgt werden. Erstmals testen wir hier auch die Errichtung einer Windturbine auf einem Fertigteil-Fundament. Das spart Zeit und zudem verringern wir den CO2-Fußabdruck unserer Windenergieanlage.“ 

Katja Wünschel, CEO Onshore Wind und Solar Europa & Australien, RWE Renewables

Für eine Windenergieanlage im Emsland hat RWE ein innovatives Repowering-Projekt beschlossen, das im Bereich Nachhaltigkeit ein Zeichen setzt. Die 1,8-Megawatt-Anlage, die im Windpark Lengerich seit 2003 in Betrieb ist, wird durch eine moderne 5,7-Megawatt-Turbine ersetzt. Damit kann die deutlich leistungsfähigere Windenergieanlage künftig rund 4.000 Haushalte mit klimaneutral erzeugtem Strom versorgen. Bislang hat die bestehende Turbine ausreichend Grünstrom produziert, um den Bedarf von 1.000 Haushalten zu decken.

Die neue Anlage wird sich aber noch aus einem weiteren Grund positiv auf die Umwelt auswirken: Denn erstmalig wird RWE beim Bau der neuen Anlage ein Fertigteilfundament einsetzen. Das von der Smart & Green Anker Foundations entwickelte Fundament besteht zu 100 Prozent aus im Betonwerk produzierten Fertigteilen. Dabei wird nur ein Drittel der sonst bei gegossenen Standardfundamenten üblichen Stahl- und Betonmenge verwendet. Da alle Teile in einem Betonwerk vorab produziert werden können, verringert sich zudem die Bauzeit erheblich, da der Bau bei nahezu jedem Wetter stattfinden kann. Auch die Montage verläuft unkomplizierter, kostengünstiger und umweltschonender: Anstatt 120 Betonmischer zu verwenden, werden die Teile per rund 30 LKW-Fahrten angeliefert und anschließend vor Ort verschraubt. Sie können bei einem späteren Rückbau einfach wieder demontiert werden.

Derzeit läuft der Zertifizierungsprozess des innovativen Fundaments. Mit diesem wird für die bereits genehmigte Windenergieanlage eine Änderungsgenehmigung beantragt. Der Rückbau der alten Windenergieanlage ist für Frühjahr nächsten Jahres geplant. Dann erfolgt auch der Baustart der neuen Anlage, die im vierten Quartal 2023 ihren Betrieb aufnehmen soll. Die Nabenhöhe beträgt 118 Meter, das Fundament wird ein Gewicht von rund 800 Tonnen aufweisen.  

 

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