Planmäßige Sprengung des Kamins “Neu” des Steinkohlekraftwerks Voerde
19.12.2025

Die britische Regierung hat heute die Ergebnisse der siebten Ausschreibungsrunde, der sogenannten AR7, zur Vergabe von zweiseitigen Differenzverträgen (Contracts for Differences, CfDs) zur Förderung von Offshore-Windprojekten bekannt gegeben. Die RWE-Projekte Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West sowie die beiden RWE-Dogger-Bank-South-Projekte, die alle in der britischen Nordsee liegen, und das RWE-Projekt Awel y Môr in der Irischen See erhielten jeweils einen Zuschlag für einen 20-jährigen Differenzvertrag in Höhe von 91,20 Britische Pfund je Megawattstunde (in 2024-Preisen, inflationsindexiert). Insgesamt hat RWE Zuschläge für eine Kapazität von 6,9 GW erhalten.
RWE, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien, und KKR, eine der weltweit führenden Investmentgesellschaften, haben eine langfristige Partnerschaft vereinbart, um die Projekte Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West gemeinsam zu realisieren. Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt KKR eine 50-prozentige Beteiligung an den Projekten. Die Partner werden die Windparks gemeinsam entwickeln, bauen und betreiben. Der Abschluss dieser Transaktion unterliegt den üblichen Genehmigungen und wird für Sommer 2026 erwartet.
Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: „Wir freuen uns sehr, dass wir in der jüngsten britischen Offshore-Windauktion langfristige Abnahmeverträge für fünf Projekte sichern konnten. Darüber hinaus freuen wir uns, mit KKR als unserem strategischen Partner bei den Offshore-Windprojekten Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West künftig zusammenzuarbeiten. Durch die Kombination des Investitions-Know-hows von KKR bei großen, komplexen Infrastrukturprojekten mit der umfassenden Offshore-Windenergie-Expertise von RWE sind wir gut aufgestellt, um diese Großprojekte gemeinsam zu realisieren. Bei unseren Dogger-Bank-South-Projekten sehen wir den Wert starker Partnerschaften. Für diese Projekte haben wir unseren renommierten Partner Masdar an unserer Seite. Und bei Awel y Môr sind wir stolz darauf, mit den Stadtwerken München und Siemens zusammenzuarbeiten, die ihr Fachwissen und ihr Engagement einbringen. Mit dem Erfolg bei AR7 und der Vereinbarung der Partnerschaft mit KKR hat RWE wichtige Meilensteine bei der Umsetzung ihre Offshore-Windkraft-Entwicklungspipeline in Großbritannien erreicht.“
Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West
Die Projekte Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West haben heute Differenzverträge über insgesamt 3,1 Gigawatt (GW) erhalten. Die Projekte liegen 50 bis 80 Kilometer vor der Küste von Norfolk und werden nach Inbetriebnahme ausreichend Strom erzeugen können, um umgerechnet rund 3 Millionen britische Haushalte versorgen zu können.
RWE hat damit begonnen, projektspezifische Finanzierungen zu sichern. Der Abschluss der Partnerschaftstransaktion und der Projektfinanzierung sowie die endgültige Investitionsentscheidung sind für Sommer 2026 geplant. Die Inbetriebnahme der Projekte wird für 2029 (Norfolk Vanguard West) und 2030 (Norfolk Vanguard East) erwartet.
RWE und KKR werden darüber hinaus prüfen, ob sie ihre Zusammenarbeit zukünftig auf weitere Projekte ausweiten.
Dogger Bank South
Die Offshore-Windprojekte Dogger Bank South (DBS) werden in der britischen Nordsee auf der sogenannten Doggerbank entwickelt. Das Gebiet zeichnet sich durch seine relativ flachen Gewässer aus und liegt mehr als 100 Kilometer vor der Nordostküste Englands. Die beiden DBS-Projekte haben eine voraussichtliche Erzeugungskapazität von insgesamt 3 GW. Heute haben diese den Zuschlag für zweiseitige Differenzverträge erhalten. Nach ihrer Fertigstellung werden die beiden Projekte zusammen jährlich genug Strom produzieren können, um etwa 3 Millionen britische Haushalte zu versorgen. Masdar (49 Prozent) und RWE (51 Prozent) treiben die Umsetzung dieser Projekte gemeinsam voran. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Partner im Dezember 2023 geschlossen. RWE führt die Entwicklung, den Bau und den Betrieb der DBS-Projekte im Namen der Partner durch.
Awel y Môr
Der Offshore-Windpark Awel y Môr wird als Erweiterung des bestehenden Offshore-Windparks Gwynt y Môr entwickelt. Er befindet sich etwa 10,5 Kilometer vor der Küste von Nordwales in der Irischen See. Das Projekt hat eine geschätzte Erzeugungskapazität von 0,8 GW und wird nach seiner Fertigstellung jährlich genug Strom produzieren können, um umgerechnet etwa 870.000 britische Haushalte zu versorgen. Das Offshore-Windprojekt Awel y Môr befindet sich im Besitz von RWE (60 Prozent), Stadtwerke München (30 Prozent) und Siemens (10 Prozent). RWE leitet die Entwicklung des Projekts im Namen der Projektpartner. Die Inbetriebnahme von Awel y Môr ist für 2031 vorgesehen.
Weltweit führender Akteur im Bereich Offshore-Windenergie
RWE ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Offshore-Windenergie. Das Unternehmen betreibt derzeit 19 Offshore-Windparks in fünf Ländern mit einer installierten Gesamtleistung von 6,2 GW – der Anteil von RWE an diesen Projekten beträgt 3,3 GW. Darüber hinaus hat RWE derzeit vier Offshore-Windprojekte in vier Ländern im Bau: Sofia vor der Küste Nordenglands, Thor in Dänemark, OranjeWind vor der niederländischen Küste und das Nordseecluster nördlich von Juist. Nach ihrer Fertigstellung werden diese Projekte über eine Erzeugungskapazität von 4,8 GW verfügen, wobei der Anteil von RWE 3,1 GW beträgt.