Öffentliche Antragsunterlagen
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RWE kommt ihrem gesetzlichen Auftrag zum zügigen und sicheren Rückbau des ehemaligen Kernkraftwerks Biblis seit 2017 nach. Seit Juni 2019 ist die Rückbauanlage brennstofffrei. Dafür wurden alle Brennelemente in Castor®-Behälter verpackt und in das Standortzwischenlager der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) gebracht. Mit Erreichen der Brennstofffreiheit wurden bereits mehr als 99 Prozent der Radioaktivität aus beiden Blöcken entfernt.
Der sichere Rückbau läuft planmäßig und ist bereits weit fortgeschritten. Alle abzubauenden Komponenten werden unter Beachtung des Strahlenschutz- und Abfallminimierungsgebotes nach Möglichkeit dem Wertstoffkreislauf zugeführt, endlagergerecht verpackt oder einer kerntechnischen Wiederverwendung zugeführt.
Der Schwerpunkt der Rückbautätigkeiten lag bislang im nuklearen Teil der Anlage, den beiden Kontrollbereichen. So wurden im Reaktorgebäude Block A beispielsweise die Dampferzeuger, Hauptkühlmittelleitungen und -pumpen sowie der Druckhalter ausgebaut. Im Block B befinden sich diese Komponenten derzeit im Rückbau. Darüber hinaus läuft dort die Zerlegung der Einbauten des Reaktordruckbehälters samt Reaktordruckbehälterdeckel.
In den bereits leeren Raumbereichen von Block A wurde eine sogenannte Rückbaufabrik eingerichtet. Hier werden beispielsweise mittels großer Sägen ausgebaute Komponenten und Anlagenteile nachzerlegt, anschließend dekontaminiert und dem Freigabeprozess zugeführt. Darüber hinaus erfolgt in der Rückbaufabrik die Verpackung von Abfällen, die nicht freigegeben werden können. Dieser geringe Anteil der Stoffe wird als radioaktiver Abfall fachgerecht verpackt und an den Bund zur Zwischen (BGZ)- und Endlagerung (BGE) übergeben.
Die Entlassung der Anlage aus dem Geltungsbereich des AtG ist Mitte der 2030er Jahre geplant.