Energiespeicher

Strom wenn wir ihn brauchen

Energiespeicherung

Energiespeicher und Wärmespeicher sind zentrale Bausteine für die Energiewende, da sie helfen, die schwankende Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind auszugleichen. Sie speichern überschüssige Energie und stellen sie bedarfsgerecht wieder zur Verfügung – das ist entscheidend für eine stabile und nachhaltige Energieversorgung. Für die Speicherung von Strom und Wärme gibt es viele Technologien, die sich z.B. in Wirkungsgrad, Speicherdauer, Flexibilität und Kosten unterscheiden. RWE hat bereits zahlreiche Batteriespeicherprojekte realisiert und erforscht gleichzeitig innovative Speichertechnologien für einen zukunftsfähigen Energiemarkt – damit Strom immer dann verfügbar ist, wenn wir ihn brauchen.


Innovative Stromspeichertechnologien

Zur Bewältigung der Energiewende werden derzeit zahlreiche neue Stromspeicher-Konzepte entwickelt – von stationären mechanischen Speichern bis zu transportablen chemischen Langzeitspeichern.

Wir prüfen und bewerten diese Technologien hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Chancen und verfolgen ihre Weiterentwicklung aktiv.

Eine Baustelle mit vielen weißen Containern im Vordergrund, im Hintergrund Hochspannungsmasten und ein Industriegebäude.

Illustration der Wärmespeicherungsmethoden: Feststoffe, Flüssigkeiten, Gase und Materialien mit Phasenwechsel.

Innovative Wärmespeichertechnologien

Wärmespeicher mit Temperaturen über 300 °C können künftig eine wichtige Rolle für eine regenerative und effiziente Energieversorgung spielen. Ihre Integration in thermischen Kraftwerken erhöht die Flexibilität und bringt Vorteile für Strom- und Wärmemarkt.

Deshalb analysieren wir verschiedene Lösungen zur thermischen Energiespeicherung für unterschiedliche Anwendungsfälle.


Optimierung von Energiesystemen

Die intelligente Kopplung erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung bietet große Chancen für sichere Energiesysteme, ist aber oft komplex. Gerade das Zusammenspiel unterschiedlicher Speichertypen, etwa von Kurz- und Langzeitspeichern, stellt vereinfachte Berechnungsmethoden vor große Herausforderungen.

Mithilfe moderner computergestützter Optimierungsmethoden können wir selbst komplexe Energiesysteme effizient gestalten – inklusive Auslegung, Betrieb und Wirtschaftlichkeit der Speicher.

Grafik zeigt den Strombedarf und die Erzeugung aus Wind und Sonne, mit Windkraftanlagen im Hintergrund.

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Weiterführende Informationen

  • Projekt StoreToPower

    Im Projekt StoreToPower prüften das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR), RWE Power und die FH Aachen die Machbarkeit, an einem bestehenden Braunkohleblock im Rheinischen Revier ein Wärmespeicherkraftwerk nachzurüsten. Teil der Arbeiten war auch die Auslegung einer Pilotanlage zur Erprobung eines Hochtemperatur-Wärmespeichermoduls an einem großen Braunkohlekraftwerksblock.

    Zwar erwies sich die Technik dort als wirtschaftlich nicht umsetzbar, doch die gewonnenen Erkenntnisse dienen als wertvolle Grundlage für zukünftige Speicherprojekte an anderen Standorten.

    Diagramm eines Speicherkraftwerks mit erneuerbaren Energiequellen, Dampferzeugern und elektrischer Infrastruktur.

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    Druckluftspeicherkraftwerke

    Druckluftspeicherkraftwerke sind mechanische Energiespeichersysteme, die große Energiemengen für Stunden bis Tage speichern können – vergleichbar mit Pumpspeicherkraftwerken.

    Funktionsweise:

    Beim Laden wird Strom genutzt, um Luft zu komprimieren. Die dabei entstehende Wärme wird entweder abgeführt (D-CAES) oder in einem Wärmespeicher gespeichert (A-CAES). Die komprimierte, abgekühlte Luft lagert in unterirdischen Hohlräumen wie Salz- oder Hartgesteinskavernen, alten Minen oder Gasfeldern. Im Fall von D-CAES Kraftwerken wird die komprimierte Luft beim Entladen zur Verfeuerung eines Brenngases genutzt, um mit dem erhitzten Gasstrom eine Turbine anzutreiben. Im Fall von A-CAES Kraftwerken wird die komprimierte Luft beim Entladen durch die Wärme aus dem Wärmespeicher wieder erhitzt, um die Turbine anzutreiben.

    In den Projekten ADELE und ADELE-ING wurde ein adiabates Druckluftspeicherkraftwerk (A-CAES) mit 260 MW Leistung in Stassfurt entwickelt, das damals aufgrund der Marktbedingungen für Speicher nicht wirtschaftlich umgesetzt werden konnte.

    Angesichts des steigenden Speicherbedarfs untersuchen wir weiterhin innovative Konzepte für die Druckluftspeichertechnik.

    Ein Diagramm zeigt eine unterirdische Energieanlage mit Windrädern in der Landschaft und einer blau gekennzeichneten Bohrung.

    Redox-Flow-Batterie

    Redox-Flow-Batterien sind elektrochemische Speicher, in denen Strom in flüssigen Elektrolyten gespeichert wird, die in Tanks lagern. Im Betrieb werden die Elektrolyte in den sogenannten Stack gepumpt, wo sie über Redoxreaktionen Energie aufnehmen oder abgeben. Die Speicherdauer lässt sich über das Tankvolumen und die Leistung über die Zellfläche der Stacks unabhängig skalieren, wodurch sich Redox-Flow-Batterien flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen – auch für lange Speicherdauern ab 8 Stunden.

    Vorteile sind hohe Betriebssicherheit, da die Batterien nicht brennbar sind, und eine hohe Zyklenstabilität. Die Kosten aktueller Systeme sind jedoch noch vergleichsweise hoch. Neue Entwicklungen mit organischen Elektrolyten und Solid-Redox-Flow-Batterien könnten dies künftig verbessern. Wir beobachten die Technologie aufmerksam, sammeln erste Betriebserfahrungen an einer Pilotanlage und bereiten uns so auf mögliche kommerzielle Einsätze vor.

  • F&E-Projekt Venite

    Salzschmelzen aus Metallnitraten werden bereits genutzt, um Wärme bei etwa 560 °C in großen Tanks zu speichern. Eine höhere Speichertemperatur könnte den Wirkungsgrad und die Kapazität steigern, erfordert aber weitere Forschung. Das Hauptproblem sind chemische Reaktionen zwischen der flüssigen Nitratsalzschmelze und der Gasatmosphäre bei Temperaturen über 560 °C, die zur Bildung von Zersetzungsprodukten und erhöhter Korrosion führen.

    Ziel des Projekts ist es, ein geeignetes Gassystem mit abgestimmten Gaskomponenten zu finden, um Flüssigsalze dauerhaft bei über 600 °C betreiben zu können. Die FuE von RWE unterstützt das Projekt als assoziierter Partner.

    Grafik zeigt Windturbinen, Solarpanel, Temperaturmessgerät und Stromleitung zur Darstellung erneuerbarer Energiequellen.

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  • F&E-Projekt HIT (Hydrogen Iron Transport)

    Das HIT-Projekt erforscht Eisen als festen chemischen Energieträger für den großtechnischen Wasserstofftransport. Grüner Wasserstoff reduziert Eisenerz, das über große Entfernungen transportiert und am Zielort oxidiert wird, um H₂ zurückzugewinnen.

    Diese Methode könnte eine kostengünstige Alternative zu bisherigen Verfahren sein, befindet sich aber noch im frühen Entwicklungsstadium.

    Diagramm, das den Oxidations- und Reduktionsprozess in trockenen und nassen Zyklen zur Stromerzeugung zeigt.

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    Ein Logo mit den Buchstaben 'HIT', umgeben von drei Kreisen, die 'Wasserstoff', 'Eisen' und 'Transport' beschriften.
    TIC01-logo-hit

    Ziel ist es, erste technische und wirtschaftliche Grundlagen zu erarbeiten. Das Projekt analysiert die gesamte Prozesskette – von den chemischen Reaktionen bis zum Anlagenkonzept – und beinhaltet Lebenszyklus- und technoökonomische Bewertungen.

    Das geförderte Projekt ist eine Kooperation zwischen Italien (strategisch im Mittelmeerraum) und Deutschland (zentral in Europa).

    Zum Projekt

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