RWE AG

RWE chartert zwei schwimmende LNG-Terminals und übernimmt die Betriebsverantwortung

RWE chartert zwei schwimmende LNG-Terminals und übernimmt die Betriebsverantwortung
  • Unternehmen handelt im Auftrag und im Namen der Bundesregierung
  • Schiffe sollen bereits im kommenden Winter einsatzbereit sein

Essen, 5. Mai 2022

Andree Stracke Chief Executive Officer, RWE Supply & Trading GmbH
„RWE hat im Auftrag und im Namen der Bundesregierung zwei Spezialschiffe gechartert, mit denen Flüssiggas importiert und direkt ins deutsche Gasnetz eingespeist werden kann. Damit unterstützt das Unternehmen die Bundesregierung dabei, die Versorgungssicherheit in Deutschland kurzfristig zu stärken und sich so schnell wie möglich aus einer einseitigen Energie-Abhängigkeit zu lösen. Schon ab dem nächsten Jahr wird es somit möglich sein, einen Teil des russischen Gases zu ersetzen.“

Andree Stracke, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading

Im Bemühen, Deutschland aus der Abhängigkeit von russischem Gas zu lösen, wurde jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht: Im Auftrag und im Namen der Bundesregierung hat RWE zwei sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU) gechartert. FSRUs sind Spezialschiffe, die eine schnelle Übergangslösung zum Anlanden von verflüssigtem Erdgas (LNG) bieten, bis die ersten LNG-Terminals auf dem deutschen Festland fertiggestellt sind. RWE wird auch den Betrieb der Schiffe managen.

Beide Schiffe sind Eigentum von Höegh LNG – dem Betreiber der weltgrößten FSRU-Flotte. Jedes der Schiffe ist in der Lage, in einem Entladevorgang je bis zu 170.000 Kubikmeter LNG von Tankern aufzunehmen, an Bord in den gasförmigen Aggregatzustand zu überführen und anschließend ins Gasnetz einzuspeisen. Mit den beiden 300 Meter langen FSRU können jährlich zwischen 10 und 14 Milliarden (Mrd.) Kubikmeter Erdgas für den deutschen Gasmarkt verfügbar gemacht werden. Zum Vergleich: der Durchsatz eines fest verbauten LNG-Terminals liegt zwischen 8 und 10 Mrd. Kubikmetern pro Jahr.

Geplant ist, dass die FSRU-Plattformen bereits im kommenden Winter ihre Arbeit aufnehmen. Die Betriebsverantwortung für die schwimmenden Anlagen liegt vorerst bei RWE, die alle kommerziellen Entscheidungen rund um den Einsatz der Schiffe trifft und diesen im Interesse der Bundesregierung optimiert. Den technischen Betrieb lässt RWE über Höegh LNG abwickeln.

Die Rahmenbedingungen für die Beschaffung des Flüssiggases auf dem Weltmarkt obliegen der Bundesregierung.

Die Höegh-Schiffe sind zwei von vier schwimmenden Terminals, deren Charter die deutsche Bundesregierung bei RWE und Uniper in Auftrag gegeben hat. Im nächsten Schritt muss festgelegt werden, welche Entladestandorte vorgesehen sind. In Frage kamen Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Rostock oder Stade. Heute wurde eine erste Entscheidung für Wilhelmshaven als FSRU-Standort bekannt gegeben.

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